jicht unter ein bestimmtes Mischungsverhältnis, etwa 1:6
1eruntergehen darf, wenn noch ein vorraussekungsgemäßes
Zusammenwirken stattfinden soll.
Das zur Verwendung kommende Eisen ist in der Regel
CIußeisen. Schweißeisen und Stahl werden nur wenig verwandt.
Die Einlagen sind vor dem Gebrauch von Schmub
und Fett sowie losem Rost zu reinigen. Sie sind an den
Enden mit U-Haken zu versehen, um eine größere Ver-,
ankerung im Beton zu erreichen. Müssen Eisen gestoßen
werden, was aber möglichst zu vermeiden ist, so läßt man
sie mindestens um das 40 fache ihres Durchmessers übergreifen
- also 8 mm starke Eisen mindestens 32 cm, 20 mm
starke Eisen mindestens 80 cm - und umwickelt sie mit Draht
oder man verwendet bei starken Eisen und wichtigen Konstruktionen
mit Gewinde versehene Muffen zur Verbindung
der Stabenden. Schweißungen sind nicht zu empfehlen;
Nüssen sie wegen Raummangel (z. B. bei zahlreichen Eisenainlagen
in schmalen Stegen von Balken) bei weniger wichigen
Konstruktionen verwandt werden, so sind sie an
schwach beanspruchten und nicht an den gleichen, sondern
gegeneinander versetten Stellen des Balkens anzuordnen.
3iegungen der Eisen können bei kleinen Querschnitten
<alt vorgenommen werden. Starke Eisen sind vorher an
den Biegestellen zu erwärmen. Die Umbiegung in andere
Zisenrichtungen soll allmählich annähernd nach Kreisbögen
arfolgen.
Was den Querschnitt des Eisens anbelangt, so ist meist
Zundeisen, selten Kanteisen im Gebrauch. Um die Haftfähigkeit
im Beton: möglichst groß zu machen, verwendet
nan in Amerika Knoteneisen, welche jedoch in den schmalen
Stegen der Balken eine sprengende Wirkung ausüben.
Auch Profileisen wird häufiger gebraucht. Sehr praktisch,
saesonders für Deckenplatten, ist das sogenannte Streckmetall,
ein Nebßwerk aus rhombenförmigen Maschen, das
aus einem Stahlblech durch Einschnitte und nachheriges
Strecken hergestellt wird.
Der Eisenbeton als neuer Baustoff vereinigt in sich die
guten Eigenschaften beider sonst so verschiedenen Mate-‘ialien
in vorteilhafter Weise, Da die Temperatur-Ausdehnungskoeffizienten
von Beton und Eisen, wie schon gesagf,
ast gleich sind, so ist ein Loslösen des Eisens von Beton
und damit eine Verminderung der Tragfähigkeit des zu-;ammengesetbten
Materials auch bei großen Hitkegraden
unmöglich. Hinzu kommt noch, daß Beton ein verhältnismäßig
schlechter Wärmeleiter ist, und deshalb eine zu
starke Erhigung des eingebetteten Eisens sogar bei ge-#ingeren
Überdeckungen verhinder!.
Weiterhin ist von Bedeutung, daß das Eisen im Beton rostfrei
bleibt, wenn der Beton nur nicht zu mager ist und genügend
Wasser bei seiner Bereitung verwendet wurde, Zu
empfehlen ist ein Anstrich der Eisen mit Zementmilch. Dieser
Rostschubß, und darüber hinaus sogar eine Entrostung, ist
an einer ganzen Anzahl von abgebrochenen älteren Eisenbetonbauten
festgestellt. Da Beton außerdem durch Witterungseinflüsse
nicht angegriffen wird, so ist jede Unternaltung
entbehrlich und die Lebensdauer eines Eisenbetondaues
unbegrenzt. Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang
noch die Sicherheit eines Eisenbetonbauwerkes gegen
Blisschlag; denn die vielverzweigten Eiseneinlagen bilden
gewissermaßen einen natürlichen Blißableiter, wenn die
zrdleitung vorgesehen ist und die Eisen im Bauwerk in
Verbindung stehen.
Besondere Betonierunasarten
Neben dem beschriebenen Verfahren für die Herstellung
von Beton und Eisenbeton sind für manche Zwecke Sonderverfahren
in Anwendung, die hier kurz erwähnt werden
sollen.
‚ Das Schütten von Beton unter Wasser ist eine der
ltesten Anwendungen der Betonbauweise im Wasserbau.
)er fettgemischte Beton wird durch Trichter oder Kästen
nit Bodenklappe versenkt, wobei dafür zu sorgen ist, daß
‚eine Entmischung oder Ausspülung des Betons eintritt,
ınd daß die einzelnen Schüttlagen gut in Verband kommen.
die Festigkeit des Schüttbetons ist troß des hohen Zementerbrauchs
mäßig. Neuerdings ist dieses Verfahren durch
lie verbesserte Grundwasserabsenkung durch zweckmäsigere
Baugrubenumschließungen und Vervollkommnungen
ler Druckluftgründung etwas in den Hintergrund gedrängt.
)”, Der Gußbeton ist ein Beton, der mit so viel Wasser
.ngemacht wird, daß er fließt. Er muß sehr gut gemischt
verden (in geschlossenen Mischern). Man läßt ihn gewöhnch
von Verteilungstürmen in Rinnen abfließen, die nicht
‘u steil geneigt sein dürfen, da sonst leicht eine Entmischung
inftritt; aus demselben Grunde‘ darf man ihn nicht frei
also parabelförmig) aus der Gußrinne fallen lassen, sonlern
muß durch eine Vorrichtung (z. B. eine Klappe) dafür
orgen, daß er senkrecht hinabfällt. Die Fallhöhe soll höchstens
m betragen. Die Festigkeit des Gußbetons kann bei etvas
fetterem Mischungsverhältnis der des Stampfbetons
yleichgesebt werden. Im Laboratorium ist Stampfbeton
-war nicht unbedeutend fester, doch werden die Laboraoriumswerte
in der Praxis nicht erreicht. Die Druckfestigceit
fertiger Bauwerke aus Stampfbeton beträgt nur 50-60 */,
jer Laboratoriumsfestigkeit und erreicht nur unter ganz
Jünstigen Fällen 80°%. Die Festigkeit des in Bauwerken
‚erarbeiteten Gußbetons zeigt dagegen nur geringe Änlerungen
gegenüber den Laboratoriumsfestigkeiten.
\, Das Betonpumpverfahren („Pumkret‘) bedient sich
ler von der Torkret-G. m. b. H., Berlin, nach dem System
ZieBe und Hell, Kiel gebauten Förderanlage, deren we-‚entlicher
Bestandteil eine Plungerpumpe mit Kugelventilen
st. Diese drückt das aus einem Vorratssilo zufließende
Mischgut, dessen Korngröße bis 40 mm erreicht, in ein-‚elnen
Stößen ‘bis auf 40 m Höhe, bezw. bis 100 m seitvärts
durch ein eisernes Rohr an die Verwendungsstelle,
zei einem Kraftaufwand von 15—20 PS wird eine Stundenaistung
von 8—10 cbm fester Betonmasse erzielt.
|. Preßbeton ist ein Beton, der in flüssigem Zustande in
ier Regel mit Hilfe von Druckluft in auszufüllende Hohläume
oder zwischen dichte und genügend widerstandsähige
Schalungen eingepreßt wird. Das Verfahren eignet
ich besonders zur Wiederherstellung beschädigter oder
‚ur Verstärkung ungenügend tragfähiger Bauten. Infolge
lies hohen Druckes dringt der Beton in die engsten Hohläume
und Spalten ein, verbindet sich gut mit den Wanlungen
und erlangt eine ziemliche Festigkeit und Dichtig-‚ait.
Jas Einführen von Zement in Kies ist ein Verfahren des
Srundbaues, welches eine künstliche Versteinerung des
Jntergrundes bewirkt. Zementmilch wird mit einer Druckyumpe
durch eingerammte Rohre in den Kies eingepreßt
ınd dieser dadurch zu einer betonähnlichen Masse .von
:jemlicher Dichtigkeit und vergrößerter Tragfähigkeit umjestaltet.
Im Bergbau ist das Einspritsverfahren in neuerer
7eit viel in Aufnahme gekommen. Es findet Anwendung
vicht nur zur Ausfüllung von Spalten und zur Versteineung
klüftigen Gebirges, sondern auch beim Abteufen von
;chächten in wasserführenden Schichten. Vor Niederbrin-Jung
des Schachtes werden Bohrlöcher außerhalb des ge-»lanten
Schachtes niedergetrieben, durch welche unter
1ohem Druck Zementmilch oder Zemenibrei eingeführt
vird. (Vgl. Nr. 5 „Fundierung und Gründung“ S. 38).
> Weiter sei erwähnt das Spriyverfahren, das nach erolgreicher
Anwendung in den Vereinigten Staaten jetft
auch in Deutschland Verwendung findet. Die Torkret-Gesellschaft
m. b. H. in Berlin gebraucht bei ihrem patentier-