Dies waren alles freilich noch ziemlich unbekannte Dinge, als
ich am Ende der 70er Jahre mit diluvialen (kalcinierten) Resten
vom Höhlenbär, in Begleitung von mehreren Bekannten, von denen
einer selbst sammelt, aus dem Heppenloch herabstieg. Allein die
Zeit zum Nachgrabenlassen fand sich erst vorigen Herbst, aber ich
hatte wenigstens die Gewissheit, dass niemand ausser mir von dort
alte Tierreste hatte, dass somit meine Fundstelle intakt war.
Zum Verständnis des Ganzen ist eine kurze topographische
Schilderung unerlässlich. — Am Ende des Lenninger Thales liegt
in einem früheren Seebecken, in dem überall Tuffsteine gebrochen
werden und Süsswässerkalk an verschiedenen Stellen ansteht, der
Marktfiecken Gutenberg an der Einmündung von mehreren Thälern,
deren eines, 531 m hoch, das Tiefenthal, sich durch besonderes
Geschütztsein vor Winden auszeichnet und nach kurzem in einem
Kranz von Felsen mit dolomitischer Färbung und Reaktion endigt.
Es ist durchflossen von der Lauter, deren einer Arm in der Höhle
entspringt. Die Höhle liegt 3 Stunde vom Ort entfernt, 170 m
über dem Thal, 40 m unter der Hochebene der rauhen Alb, wohin
vielleicht zu prähistorischer Zeit ein Ausgang führte. Jetzt ist der
Gang durch Felsstücke versperrt, jedoch hört man noch darin das
Fahren von Wägen auf der Landstrasse. Aussen sind die Spuren
eines uralten Aufstieges zur Höhe des Gebirges, links vom Eingang
der Höhle, welche eine direkt südliche Lage unter und zwischen
Krebsstein und Schopfloch hat, und von beiden Seiten durch vorspringende
Felsen vollständig geschützt ist. In einiger Entfernung
von ihr ziehen sich rechts und links in Felsschluchten alte Wasserläufe
herab, links eine sehr geräumige hübsche Grotte mit Spuren
eines alten Wasserfalls, neben welcher der Eingang zu einer Höhle
mit nur jüngeren diluvialen Funden (Fuchs und grosser Wolfshund).
Indirekt wird dieselbe wohl mit dem Heppenloch zusammenhängen,
da ja das ganze Gebirg überhaupt unterwühlt und vom Wasser zerfressen
ist. (Sage: Zusammenhang mit dem 12 km entfernten
Sibyllenloch.)
Ich will Sie mit den Einzelheiten der Höhle, die Sie wohl
schon kennen, nicht behelligen, nur folgendes sei erwähnt:
Rechts am Eingang lagen 1—14 m tief in gelbem Lehm
grosse geschwärzte (manganhaltige) Feuersteine, früher irrtümlich
für Siedsteine gehalten zum Auflegen des rohen Fleisches, auch
grössere jurassische Geschiebe, ähnlich denen in Öfnet, welche
nach Frass in eine Haut eingenäht, vortreffliche Totschläger ab-