Volltext : Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 52, 1896)

Erdbeben-Kommission.
Bericht über die Erdbeben in Württemberg und Hohenzollern
 in der Zeit vom 1. März 1895 bis 1. März 1896.
Von Dr. A, Schmidt.
1. (Zur Ergänzung des vorjährigen Berichtes.)
Am 13. Januar 1895 zwischen 510‘ und 5®20‘ nachmittags
fand im gesamten südlichen Schwarzwald ein ziemlich heftiges Erdbeben
 statt, das sich auch in die benachbarten Teile der Schweiz
und des Elsass fortpflanzte, in Württemberg nur in Schramberg beobachtet
 wurde. Der „Schwarzwälder Bote“ vom 21. Januar 1895
Nr. 20 berichtet nach dem „Schr. A.“: „Auch hier wurde die Erschütterung
 um 5* 30‘ (nach der Kirchenuhr) bemerkt und zwar in der
Dauer von etwa 4 Sekunden in der ungefähren Richtung Südwest—
Nordost.“ Vergl. R. LANGENBECK, Das Erdbeben vom 13. Januar 1895.
Verhandlungen des naturw. Vereins in Karlsruhe Band XI, 1895.
2. 10. März. Die „Schwäb. Chronik“, 12. März, Mittagsblatt,
schreibt:
Hechingen, 11. März. Wie die Hohenzoller Blätter melden,
wurde gestern nacht kurz vor 12 Uhr hier wiederum ein Erdbeben
verspürt, dasselbe war von einem sausenden Geräusch begleitet.
3. 23. März. Die „Schwäb. Chronik“, 25. März, Mittagsblatt,
schreibt:
Hechingen, 23. März. In verflossener Nacht 1 Uhr hat hier
schon wieder ein Erdbeben mit wellenförmiger Bewegung stattgefunden.
Das ist nun innerhalb 8 Monaten das siebente * Erdbeben (12., 17. Juli,
9. Dezember 1894; 4. und 5. Februar, 11. März 1895).
4. 14. April. Das Laibacher Erdbeben, dessen Hauptstoss
um die Zeit 14. April 114—1143} Uhr p. m. erfolgte, wurde in Württem-1
 Unter Hinzurechnung des Erdbebens vom 28, Januar 1895 sind es acht.
            
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