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über „Der heutige Stand der Befruchtungslehre“. (Der Vorr
trag findet sich in diesem Jahresheft abgedruckt.)
In dem Dank für den mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag
führte der Vorsitzende, Prof. Dr. Kirchner, an, wie durch die
ungemein subtilen Untersuchungen auf diesem Weg die früheren philosophischen
Spekulationen gewissermassen stofflich substanziliert wurden;
wir dürfen noch die schönsten Früchte erwarten. Besonders interessant
ist der bei diesen Untersuchungen gewonnene Nachweis, dass bei pflanzlichen
wie tierischen Lebewesen diese wichtigen Vorgänge der ersten
Entwickelung in ungemein überraschender Gleichartigkeit verlaufen.
Als zweiter Redner sprach Prof. Dr. v. Branco- Hohenheim
l. „Über die Entstehung der vulkanischen Durchbruchskanäle
im Gebiete von Urach.“; 2. „Die aussergewöhnliche
Wärmezunahme im Bohrloche von Neuffen verglichen mit
ähnlichem Verhalten anderer Bohrlöcher.“
(Diese zwei Vorträge finden sich unter den Abhandlungen abgedruckt.)
Ferner besprach der Vortragende die Auffindung eines Affenzahns
im Tertiär Schwabens. Aus dem Pleistocän ist bereits durch
Medizinalrat Dr. Hedinger ein Affe nachgewiesen worden, identisch
mit den noch heute auf den Felsen von Gibraltar lebenden Affen;
der Zahn aus Salmendingen gehört jedoch einem anthropomorphen
Affen an und nach der Beschaffenheit des Zahnes hält es Redner
für wahrscheinlich, dass dieser Dryopithecus in nächster Verwandtschaft
mit Orangutan und Chimpanse stehe.
Nach diesem Vortrag wurde zunächst eine Frühstückspause
gemacht. Bei Wiederaufnahme der Verhandlungen trat die Versammlung
in die Beratung der Statuten ein; dieselben wurden
in der vom Ausschuss gutgeheissenen, den Mitgliedern zugestellten
Fassung vom Schriftführer Prof. Dr. Fraas verlesen und mit geringen
Änderungen von der Generalversammlung genehmigt. In der nun
gültigen Fassung sind sie im vorliegenden Jahresheft abgedruckt.
Als dritter Redner sprach sodann Pfarrer Dr. Engel über:
„Zwei Grenzbänke im schwäbischen Weissen Jura mit
ihren Leitfossilien (W. Jura 6/y und 7/d).“
(Der Vortrag findet sich unter den Abhandlungen abgedruckt.)
Es folgte Prof. Dr. E. Fraas, welcher an die Ausstellung
lebender und fossiler Glasschwämme anschloss und nach einem
kurzen Überblick über die Organisation und Lebensweise der Seeschwämme
auf deren Bedeutung für die Geologie und speciell für