Volltext : Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 57, 1901)

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erwartenden Sinn vorhanden (relative Lotkonvergenz vom angegebenen
 Betrag *).
Alle Zahlen dieses Schlussworts sind aus dem mehrfach angeführten
 Grunde nicht ganz definitiv.
Auch hier legt sich aber wieder — wenn auch, wie schon bemerkt,
 eine Lotabweichung von — 1,7‘ auf dem Messungspfeiler
schon mit Rücksicht auf die sichtbaren Massen an sich gar nichts
Auffallendes hat — die Vermutung nahe, dass die Tübinger Breite
von 48°31‘12,4‘ etwas zu verringern sein wird (vielleicht um 1“),
sei es, dass die BoHNENBERGER’sche Zahl an sich etwas zu gross ist,
sei es, dass jene Zahl an sich genügend scharf, aber in Tübingen
eine Lotabweichung von dem genannten Betrag vorhanden ist. Auch
hier möchte ich mit dem Wunsche schliessen, dass die Polhöhe auf
dem Tübinger Schloss neu bestimmt werde.
') Es wäre zweckmässig für die hier angeführte Erscheinung in der Geodäsie
 einen besondern Namen zu haben; ich schlage vor, von (meridionaler)
„lokaler Lotkonvergenz“ (in andern Fällen von lokaler Lotdivergenz) zu sprechen,
womit die Sache wohl genügend deutlich bezeichnet wäre. Dass „Konvergenz“
und „Divergenz“ sich auf die Richtung gegen den Erdmittelpunkt hin bezieht,
braucht als selbstverständlich nicht ausdrücklich gesagt zu werden,
            
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