Full text: Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 5-6, 1849-1850)

Rahlen (Gem. Eschach) gefangenes Exemplar als Seltenheit ein- 
geliefert. Stockheim: „Perleule‘“ ziemlich selten. 
Wohl hieher gehört die von der Köln. Ztg. berichtete Schauer- 
mähre, dass zu Moorhausen bei Neumünster ı. H. eine im Scheuer- 
giebel nistende Eule einem Hofbesitzer ein Auge „ausgehackt‘ habe; 
vermuthlich wollte jener das Nest ausnehmen und das geängstigte 
Thier verkrallte sich beim Entfliegen in seinem Gesicht. 
11) Syrnium aluco Savıcy. L., Waldkauz. 
Warthausen: ein im Dorf gefangenes Kxemplar wurde 28. Febr, 
bis 8. März im Käfig beobachtet und dann wieder freigelassen. 
Weissenau: 2. April wurde ein frischgelegtes Ei in einem Tauben- 
schlag in Öttershofen gefunden, wo auch der Kauz wegen Verdacht 
des Taubenmords das Leben lassen musste. Einen früheren ähn- 
lichen Fall wollte einst Naumann bezweifeln, dem auch das Nisten 
in alten Raubvogel- und Krähennestern (statt in Baumhöhlen), wie 
es bei uns ganz gewöhnlich ist, unbekannt blieb; das harmlose Nisten 
der vorhergehenden Art in Taubenschlägen kommt öfter vor. Klein- 
glattbach: 1 St. erlegt; innerhalb der letzten 10 Jahre 25 St. 
Teinach: am Frühmorgen des 2. April (— 4,4 C.) und auch in der 
Nacht vom 5./6. August riefen sie lebhaft; 12. August wurde ein 
gefangener Waldkauz wieder in. Freiheit gesetzt. 
12) Athene noctua Bor Retz, Steinkauz. 
Warthausen: 18. März im Schlossgarten rufend. Plochin- 
gen: 15. März in der Frühe bei kühlem Ostwind Paarungsruf. Stock- 
heim: kleines Käuzchen ziemlich selten. 
13) Bubo maximus Sıze., Uhu. 
In der Nacht vom 7./8. November fieng Fasanenmeister REINHOLD 
auf der K. Fasanerie Härdtle bei Weilimdorf im Habichtskorb ein 
sehr starkes Exemplar. 
14) Otus vulgaris FıeMm., Waldohreule. 
Warthausen: 12. Februar erstmals im Schlossgarten rufend, 
1. März auf kalte stürmische Nacht verstummt und erst 19. d. M. 
in den Wäldchen des Rissthals wieder beginnend; 14. Mai von dort 
4 starkbebrütete Eier; eine 1. October mit gebrochenem Flügel ein- 
gelieferte Ohreule nahm ganz zutraulich Futter, musste aber nach 
2 Tagen, weil unheilbar, : todtgeschossen werden. Teinach: aus 
einer 8—10 St. zählenden Schaar bei einer Treibjagd unweit Löchgau 
wurde in der Abenddämmerung 1 St. behufs der Artbestimmung aus 
1892
	        
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