Full text: Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 62, 1906)

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mittlern km-Fehler der einfach (A oder B) nivellierten Linie 
m, = — 5 = + 2,70 mm 
V2.25,78 — 
and als mittlern km-Fehler der doppelt (A und B) nivellierten Linie 
M, = 0 = +1,91 mm; 
Ya” 
dagegen sind oben. aus den Differenzen der A und B auf den 
einzelnen Hauptstrecken mittlere km-Fehler berechnet worden. 
die für 
m, (einfaches Nivellement) zwischen den Beträgen + 0,07 und + 2,19 mm, für 
M, (A und B) zwischen den Beträgen -+ 0,05 und + 1,55 mm liegen; 
im Gesamtmittel ergab sich daselbst 
(5) (m, = + 1,06 mm und somit 
| M, = + 0,75 mm. 
(18) 
Es ist sicher, daß durch die zwei Nivellierungen A und B in 
entgegengesetzter Richtung und Mittelbildung aus beiden regel- 
mäßige Fehler, infolge deren das Ergebnis (16), (17) das 2'/efache 
von (5) würde, eliminiert worden sind. Vor allem der größte Teil 
der regelmäßigen Fehler, die durch die Veränderung der Höhe der 
Fußplatten zwischen zwei Aufstellungen des Instruments eintreten. 
Diese Erniedrigungen halte ich, wie schon bemerkt, für nachgewiesen !‘, 
sei es nun, daß sie durch kleine Verschiebungen (Gleiten) der 
Platten auf harter, glatter, ziemlich stark geneigter Straßenfahrbahn 
oder durch Einsinken an Ort und Stelle entstehen. Die zwei 
schlimmsten Abschnitte in Beziehung ‚auf regelmäßige Fehler im 
vorliegenden Nivellement sind, wie bereits ebenfalls angeführt, die 
stark fallende Straße von der Stelle nach Bebenhausen und die 
Straße Bebenhausen—Lustnau. Auf der ersten ist gewalzte Porphyr- 
schotterfahrbahn, hart und ziemlich glatt; jedenfalls ist dort die bis 
zur vollständigen Politur („Spiegelglätte“) gehende Glättung der ur-, 
sprünglich rauhen Füße der Bodenplatten zustand gekommen, die 
ein, vom Lattenhalter nicht bemerktes, Abrutschen der Platten auf 
geneigter Bahn leicht erklärlich scheinen läßt; auf der Straßenneigung 
4% oder 4!/2°o genügt eine Lagebewegung um 2 mm nach unten. 
»” Vogler sagt noch in seinem Lehrbuch der Praktischen Geometrie, 
II. Band 1. Halbband, Braunschweig 1894, S. 348: „Das Nachsinken fest ein- 
getretener Fußplatten ist noch nirgends mit Sicherheit erwiesen worden. Nach 
des Verfassers Erfahrungen bei Versuchseinwägungen kann es sich dabei nur 
um äußerst kleine Beträge handeln.“
	        

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