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coelum lacteum und cavalicum einerseits und Planaria mrazekiti
anderseits aufstellte, ist also nicht vorhanden. Ich werde auf diesen
Punkt noch später zu sprechen kommen.
Die Ovarien sind von annähernd kugeliger Gestalt und haben
300—400 u Durchmesser. Eine feine, das ganze Organ umhüllende
Membran ist vorhanden. Die Anordnung und Struktur der Keim-
zellen hat Dendrocoelum cavaticum mit allen übrigen Planarien ge-
meinsam, so daß ich hier nicht darauf einzugehen brauche.
Die Ovidukte beginnen bei den Ovarien mit einer trichter-
förmigen Erweiterung. In dieser sieht man häufig Spermatozoen
liegen. BERGENDAL (1) hält diese, auch bei anderen Planariden ge-
fundenen Gebilde nicht für Spermatozoen, sondern für Drüsensekret
anderer Natur. Da sie aber in morphologischem und tinktoriellem
Verhalten sich in nichts von Spermatozoen unterscheiden, und da
nirgends Zellen zu sehen sind, welche im Oviduktanfang — wie
BERGENDAL meint — dieses Sekret bilden sollten, so sehe ich keinen
Grund ein, von der Ansicht, daß es wirklich Spermatozoen sind,
abzuweichen. Die Ovidukte halten sich in ihrem weiteren Verlauf
zunächst ganz an die beiden Längsnervenstämme, indem sie dicht
über denselben liegen, zuerst etwas nach außen, dann etwas nach
innen von ihnen. Hinter der Mundöffnung konvergieren beide
Ovidukte medianwärts und steigen zugleich etwas in die Höhe.
Hinter der Geschlechtstasche erreichen sich beide Gänge und ver-
schmelzen zu einem knrzen, gemeinsamen Endabschnitt, welcher in
den Vorhof einmündet. Dabei ist zu bemerken, daß die Ovidukte
sich unter dem Ausführungsgange des Uterus sich vereinigen, so
daß dieser sie also umgreiff, vergl. Abb, 3. Daß die Ovidukte in
ihrem Endteile ganz von Drüsen umhüllt sind, wurde schon erwähnt.
Die Ovidukte haben wie bei Dendrocoelum lacteum, wenigstens
in ihrem hinteren Teile, wo die Struktur überhaupt am besten zu
erkennen ist, im Lumen Cilien, welche nach hinten zu gerichtet sind.
Die Wandung besteht aus einer inneren, körnigen Protoplasmaschichte,
welche sich stark färbt und keine Kerne erkennen läßt. Weiter
nach außen zu wird das Protoplasma von mehr fibrillärer Struktur,
and noch weiter nach außen folgen Zellen mit rundem oder ovalem
Kerne; ich glaube mit Nzrprı (19), daß auch hier ein eingesenktes
Epithel vorliegt und diese Kerne zu der kernlosen, inneren Proto-
plasmaschichte gehören. Eine Muskularis konnte ich mit Sicherheit
nur gegen das Ende der Ovidukte zu erkennen. Am gemeinsamen
Endgang ist dieselbe ganz deutlich. Die Fibrillen des Protoplasmas,