Ne)
m
Pr
nov. spec. wird leider getrübt durch das Auftauchen einer anderen,
deren Anführung ich mich als gewissenhafter Berichterstatter nicht
entziehen darf, obwohl die Gattung Orthotylus wahrlich schon stärker
zersplittert ist, als sich mit gutem Gewissen verantworten läßt.
Professor 0. M. Reuter in Helsingfors beschreibt unter dem
Titel „Capsidae palaearcticae novae et minus cognitae“ in Öfversigt
af Finska Vetenskaps-Societetens Förhandlingar XLVI, 1903-—1904,
No. 14, p. 7, 10 nach einem einzigen bei Wien gefundenen,
etwasabweichenden Weibchen wieder einmal eine neue Art:
Orthotylus pallidulus Reut. nov. spec.: Samt Fühlern und Beinen
ganz hellgelblich, ziemlich glanzlos, oberseits mit feinem hellem
Haarflaum besetzt, ohne schwarze Haare, die Augen schwarzbraun,
das letzte Fühlerglied gegen die Spitze bräunlich, die äußerste Spitze
des Schnabels und des letzten Tarsalglieds samt den Klauen schwatz;
die Schienen mit zarten hellen Dornen besetzt; der Scheitel (9)
stumpf gerandet; der Schnabel kaum bis zur Spitze der Mittelhüften
reichend; an den Fühlern ist das zweite Glied deutlich etwas kürzer
als die beiden letzten zusammen; das Pronotum ist stark in die
Quere gezogen; an den hinteren Tarsen ist das letzte Glied ebenso
lang wie die beiden ersten zusammen. Länge Q 3'/s mm.
Österreich, im Prater-Hain bei Wien, 24. Mai 1899, gefunden
von Dr. Horvarı (Ungar. Museum).
An Färbung dem Orthotylus tenellus FarL. ziemlich ähnlich,
nur weit kleiner, das Weibchen länglich eiförmig, der Leib ziemlich
glanzlos, der Scheitel ziemlich stumpf gerandet, Fühler und Pronotum
viel anders gebaut usw. Der Kopf (@) kaum um !/s schmäler
als der Pronotumgrund, von vorne gesehen so lang wie der Scheitel
und ’ein Auge breit, von der Seite gesehen so lang wie am Grunde
hoch, der Kopfschild bis zu seinem Grunde stark vorspringend, dabei
senkrecht und parallel, an seinem Grunde von der Stirne durch
einen in der Kopfmittellinie gelegenen Eindruck geschieden, die
Wangen ziemlich schmal, die Kehle nicht zu unterscheiden, der
Scheitel breiter als zwei Augen. Die Augen selbst fein gekörnt, an
ihrem inneren Rande gegen die Spitze zu breit gebuchtet. Der
Schnabel ziemlich kräftig, sein erstes Glied etwas verbreitert, den
Kopf etwas überragend. Fühler (9) am Augenende. innseits eingefügt,
ihr erstes Glied um mehr als die Hälfte kürzer als der Kopf
von vorne gesehen, das Ende des Kopfschilds nur wenig überragend,
das zweite Glied etwa viermal länger als das erste und so lang wie
der Grundrand des Pronotum, das dritte Glied nicht ganz um !/s