Volltext : Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 64, 1908)

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Alb während der Zeit zwischen Jura und Diluvium. Aus diesem
Grunde wurde mir auch von meinem hochverehrten Lehrer Herrn
Prof. Dr. von Koxzn die Anregung zu vorliegender Arbeit gegeben.
Ich möchte deshalb an dieser Stelle Herrn Prof. Dr. von Koxex
meinen wärmsten Dank aussprechen für die mannigfache Unterstützung
 mit Rat und Tat, die ich bei der Ausarbeitung dieses
Themas von seiner Seite erfahren durfte. Desgleichen danke ich
Herrn Prof. Dr. PıiexinceR in Hohenheim, sowie Herrn Prof. Dr.
E. SomMerFELD in Tübingen bestens für ihre liebenswürdige Hilfe
besonders bei Bestimmung der Mineralien.
Das Material zu dieser Arbeit wurde fast ausschließlich von
mir selbst gesammelt, nur wo die Aufschlüsse schon zu stark verschüttet
 oder überhaupt nicht mehr zugänglich waren, wie z. B.
bei den Genkinger Sanden und bei den Braunkohlenablagerungen,
war ich auf Material der Sammlungen des geologischen Instituts
in Tübingen angewiesen. Besondere Schwierigkeiten bereitete die
Altersbestimmung hauptsächlich deshalb, weil, abgesehen von der
schon längst bekannten Bohnerzfauna, fast keine Reste von Lebewesen
 gefunden werden konnten.
Bei den quantitativen Analysen wurden nur die wesentlichsten
Bestandteile bestimmt. Bei sämtlichen Lehm- und Sandproben habe
ich folgende Untersuchungsmethode eingehalten. Eine Probe von
40—50 g wurde mit Wasser längere Zeit ausgekocht, dann geschlämmt
 und aus dem sandigen Rückstand mit dem Magneten der
Magnetit ausgezogen. Dann wurde mit Salzsäure gekocht und aus
dem Rückstand mit THovLET’scher Lösung die Schwermineralien ausgefällt;
 letztere wurden zu Dauerpräparaten in Kanadabalsam eingebettet,
 von den leichten Mineralien wurden nur wenige Dauerpräparate
 angefertigt. Es liegen mir im ganzen ca. 120 mikroskopische
 Präparate vor, darunter einige Dünnschliffe von Sandsteinen.


In Anbetracht der großen Ausdehnung der Alb war es mir
natürlich nicht möglich, mich auf das ganze Gebiet zu verbreiten;
ich habe mich daher nur auf die Spaltausfüllungen auf den Blättern
Tübingen, Urach und Kirchheim des topogr. Atlasses von Württemberg
 1: 50000 beschränkt. Vorliegende Arbeit soll daher nur ein
Beitrag sein zur Kenntnis der „Spaltenformation“ auf der Albhochfläche
 und zugleich eine Anregung zu weiteren derartigen Untersuchungen.
 Dann erst wird durch eine zusammenhängende Be-
            
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