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UM BAU 8, Dezember 1984 Prinzip des Hinweises auf Geschich-=
% te gelte durchgängig für die Neue
EMf dus Wien UM BAU Lt das Staatsgalerie. Achleitner verteidigt
Gespräch der Architektur”, ver- r ift an Wut Ges SO”
spricht der Klappentext. Die Zeit- Zeitschri enschau Moral od LE N WS. Dem
schrift der Österreichischen Gesell- ”D OT N tr ra NE nt um die
schaft für Architektur im DIN AS- di et lichkeit d es NH ‚um
Format erscheint mindestens zwei- ie „Ehrlichkeit des Scheins”. „Jede
mal im Jahr. Der erste UM BAU Geste (sei) bewußt gespielt, die Wirwurde
im Dezember 1979 herausge- = ; archithese tr en kung None und On Pathos
geben. UM BAU versteht sich als % - 6-84 setz(e) CD ge SZIPICH-„Projekt”
der kritischen Reflexion a x e At zZ ti Et iel u ten va ea eek un
und Diskussion der Architektur. Az DE SCINS DCAWENS ZWISCHEN VE
Dem Leser tritt die Zeitschrift zwei- En Dae ne I EEE
geteilt gegenüber: Kritische Beiträ- 1 sei „präsent, gegenwärtig”. Erstaunge
zur Architektur und zum Stadt- MB) lich an Achleitners Betrachtungen
bau und „‘nackte’ Publikation von ist die durchgängige apologetische
Projekten und KRealisierungen” Haltung gegenüber, dieser „Archi-(Steiner).
Wie üblich werde ich mich Ne En
bei meiner Vorstellung vorrangig chleitner); erstaunlich auch die
auf den ersten Teil beschränken. icherheit in der Beurteilung dieses
Der „zentrale Beitrag” im UM SR a Werkes. Sicherlich teile ich nicht die
BAU 8 ist die „Bruno-Taut-Analyse rar ab Arhatkan te ra MaR Frag U Kritik der sogenannten Moderne,
von Oskar Putz („Über das Verhält- Eden Kane SnMRT! Tata A Un längst zum Gemeinplatz verschlisnis
von Farbe und Architektur am Bars vn Farbe Und Arcmaktur 2m Batapiel Bun Ta sen und ihres sozialen Anspruchs
Beispiel Bruno Taut”, 37 ff); sie war pnosexre A beraubt, doch verschließe ich nicht
Anlaß, „weder Kosten noch (Klebe-) 3%, 8495 Swe 15 ala Raw chenden wi. kun rende we EEE NEE EAU Ra a
Arbeit zu scheuen, um auch den ner ARPON — EDerrar Krwaei — Ein Proc win Archite” 11 Jeutschlanc Me als Menne angerichtet Nat un
UM BAU seiner schwarz-weißen EEE Architecture en Allemagne Vorallem nicht meinen Kopf vor der
Exklusivität zu entreißen” (Steiner, ESG an EEE SE Im
4). Tauts Konzeption der Farbigkeit N Kanfl ® RTL hanı 16 N oilcins
der Architektur stand ganz in der mestellung in Sachen Farbe beruht Stadterneuerungsprobleme und im N hilChn SC KU an OTCRS
Tradition der Polychromie in der demnach sowohl auf der Kontinui- Vergleich zu Wien weitaus ungün- 2 ch ie en Si „modi ed Form
Architektur, die sich zumindest seit tät als auch auf der beständig weiter- stigeren Ausgangsposition und Zu- 44% 1Ur CIE. tirlingsche zu gelten.
Gottfried Sempers Schriften zu die- entwickelten Verwendung dieser in kunftsperspektive für eine behutsa- En Ze a en rnet®
sem Thema nicht auf „die ge- der Architektur”, me Stadterneuerung. ® e Sinlichen Uber CC » ax
schmäcklerische Abtönung der Fas- In meiner persönlichen Hierar- In den beiden übrigen Beiträgen Chi at kein N Der ul
sadengliederung oder das Hervor- chie folgend steht Redis Beschäfti- stellt sich „das Museum” zur Dis- CHI ende eche % et Sr ber
heben dekorativer Details” (Putz) gung mit der Alltäglichkeit der Wie- kussion. Formal- und inhaltsanaly- Sich elbat: N € holt a u dis
reduzierte; im Gegensatz zum tradi- ner Stadterneuerung („Über den tisch werden zwei durchaus ver- architck 5 isch Sie SCHCM LE Ss
tionalistischen Bauen wurde die Alltag der Stadterneuerung”, 27 ff). gleichbare Projekte vorgestellt, die TC itektonisc EEE ON ON-Farbe
von „fortschrittlichen Archi- eine Relativierung der „publizierten in der Fachöffentlichkeit heiß disku- en Ka el ine. Ob datekten”
als Eigenwert behandeltund Harmonie” des „suggerierten‘Wien- tiert wurden: Holleins Abteiberg in ie » de B a hitck en » N deultie
im Zusammenhang mit der Bauidee neu” (Seiner, 4). Redl beschreibt Mönchengladbach und Stirlings PP rn Ru Architektur „endgültig
verwendet. Für Taut war die Farbe die Praxis und den Weg der Stadter- Staatsgalerie in Stuttgart. Unterdem ! hi nt > ne d der Geein
Mittel, nicht nur um die Bau- neuerung in Wien seit dem Welt- „Vorzeichen”, daß sich das Werk A hl nn S te OHG % chen
kunst, in der seit Winkelmann das krieg. Sein Hauptaugenmerk giltder Holleins bisher einer „adäquaten © SIE in NP Sehe den wage ICh zu
allgemeine Geschmacksbekenntnis aktuellen Stadterneuerung. Der Analyse erfolgreich entzogen” habe, dir 1edo En eG Ch ae scheint
zur „Farblosigkeit als Prinzip” „aktuelle Diskurs” vermittle „eine nähern sich Kapfinger und Krischa- © JS fd ch N Surhar A Archit a
herrschte, zu erneuern, sondern Dichotomie: die Sparte selbsttätig nitz („Schöne Kollisionen”, 5 ff) dem or ben nr in ai 1 ie die
vielmehr um „Befreiung und Eman- und ungelenkt/die Sparte komple- Abteiberg in Mönchengladbach auf Gr ; and: ; St €s DE di © N cr
zipation” zu symbolisieren. In sei- xer Steuerung und Strukturverbes- zwei Ebenen, der formal und inhalt- Kur Wan nd Pack ech cn Bier
nen Siedlungen und in den Fas- _serung”, die sich in der Praxiseinan- lich deskriptiven und der formal und unst un N © Richt T =.
sadenerneuerungen in Magdeburg der durchdringen und zusammen inhaltlich analytischen. Als Ergeb- Schei EwWISC Of isch T rs St ces
(das „farbige Magdeburg”) realisier- „das Gewebe Stadterneuerung” bil- nis ihrer Bemühungen halten sie cn S1ns Un alschem >em, het”
te er ein „einheitlich klardurchdach- den. In der Praxis sei im „Wiener fest, daß die „bildnerische Dialek- S$CHCN m te ACID und Voru N
tes Farbkonzept”, das er „aus der Weg” eine explizit auf die kompen- tik” Holleins („Kollision von Gegen- (wie ® nn eißt) nd edlichen
architektonischen Konzeption und satorische Förderung struktur- sätzen”) keinen über ihre Wirkung, Brust C N dl An bi a 1 der
der sozialen Dimension” (soziale schwacher Gebiete und sozialbe- die auf den selben Prinzipien beru- most etc ve w sch an Form er
Mischung und „Individualisie- nachteiligter Gruppen ausgerichtete he wie die der Produktwerbung der For ak bin ISLONSC nd der üner
rung”) entwickelte. Daß diese Kon- Stadterneuerungspolitik ... nicht Konsumgüterindustrie, „hinausge- ‚Orm <om ; an Bea und der N Alte
zeption zu seiner Zeit nicht unum- vorgetragen” worden. Dazu habe henden Reflexionsprozeß” anbiete. Di vermitte = % EEE Bean N te
stritten war, äußerte sich in den sich das 1974 eingeführte Stadt. Die augenscheinlichen Widersprü- DT rn Roreı ü TaC a7 ESONCEIS
Reaktionen der Bewohner und in _erneuerungsgesetz „in seiner Steue- che und Mehrdeutigkeiten würden tar ST Cd 101 - 1m al Sumlichen
öffentlichen Konflikten. Entschei- rungsfunktion” als ineffektiv erwie- „nur die Nerven der Kulinarik” rei- 2408 Mit der ‚sozialräumlichen
dend waren für Taut aber nicht nur sen. „Die primär über Rentabilitäts- zen und seien „eine auf Ge- Funktion des Gebäudes ‚und unter
die Symbolik und die emotionale kalküle regulierte Erneuerung” sei schmackskontrasten subtil aufge- dem Aspekt der gegenwärtigen ge-Bedeutung
der Farben; die Farbig- Nach wie vor „die bestimmende Rea- baute Speisekarte der Abwechslung Sellschaftlichen Situation gesehen -
keit hatte für ihn auch eine erzieher- lität im innerstädtischen Gefüge”. und auch der Verwirrung”. Holleins die Gefahr des Umkippens, des geische
Funktion („Geschmacksbil- Diese Grundeinschätzung, die den Architektur sei nur „eine Architek- ballten Zurückschlagens.
dung im ‘Volke’). Dem Architekten auch bei uns verbreiteten „Mythos” tur der luxeriösen Kollisionen und Insgesamt bedeutete die Lektüre
dachte er dabei im Sinne seines der Wiener Stadterneuerung relati- der vergoldeten Verletzungen” und dieser Zeitschrift für mich einen Ge-„sehr
‘“eigenwillig’ entwickelten Be- viert - auf die Füße stellt, konkreti- eine „kulinarische Häresie wider _Winn, sowohl was die Informationen
Sriffs” vom Sozialismus „die Rolle siert Redl an den „bisher -über den puritanischen Rationalismus”. als auch die kritischen Analysen beeines
‘geistigen Führers’, eines administrative Koordination vollzo- Dem ist - so meine ich - nichts hin- treffen. Ich möchte aber bemerken,
Führers in eine schönere, lichtvolle- genen Erneuerungsvorgängen” und zuzufügen; vielleicht eines noch: daß dieser UM BAU eine bessere
re Zukunft zu”. In diesem „Geiste” den sozialen und sozialräumlichen Meiner Meinung nach neigt der Produktion verdient hätte; beim
entwarf er Vorbilder, wie sich der Folgen vor allem für die sozialbe- „Seiltanz zwischen großer Kunst zweiten Lesen sind mir seine Einzel-„Übergang
vom überladenen ‘Sam- nachteiligten Bevölkerungsschich- und FEdelkitsch” (Kapfinger/Kri- teile entgegengefallen.
melsurium’ des bürgerlichen Ge- ten. „Stadterneuerung” - so Redl- schanitz) tendentiell zum letzteren. Erich Konter
schmacks zu einer neuen Ordnung” übernehme „mit der bestimmenden _ Wie Hollein so gehe es auch Stirvollziehen
sollte und demonstrierte Wirkung zur Auflösung des Rück- ling „um die Okkupation von For- archithese 6-84
das „neue Wollen” exemplarischan ständigen und Abweichenden zivili- men durch einen besonderen, seseinem
Haus. „Tauts Vorstellung satorische Aufgaben. Während die mantisch betonten Gebrauch”, Im Rahmen der Themenstellung
von einer farbigen Architektur und Stadterweiterung die Peripherie schreibt Achleitner („Die Monu- von architese 6-84 „... in Berlin
seine dazu entwickelte Grammatik bearbeite (...), wirk(e) diese im mentalitätist tot - eslebe das Monu- und anderswo” breitet Werner in
verweisen” - so resumiert Putz - Innern des Stadtraumes: Die ‘Lük- ment”, 17 ff); der Unterschied in seinen „Bemerkungen zur jüngeren
„auf eine umfassende Sichtweise, ken’ im Netz der Stadt werden ge- Stirlings „didaktischer Architektur” deutschen Architektur” („... vieldie
immer wieder auf drei Elemente schlossen”. Dieser Beitrag scheint läge „in der Wahl der Formen”, vor- leicht zu ernst, zu deutsch”, 3 ff)
zurückgreift: Lebenskultur, Ästhe- mir gerade aus West-Berliner Sicht rangig der „Gemeinplätze der neue- einen Fächer der heterogenen jüntik
und Funktion. ... Seine Ausnah- bedeutsam hinsichtlich der hiesigen ren Architekturgeschichte”. Das —geren deutschen Architektur aus.