Full text: Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 74, 1918)

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hat sich nach vorn wohl auch unter dem Auge bis zum Präfrontale 
und Nasale hingezogen, da dort die Sub- und Circumorbitalplätt- 
chen so gut wie unskulpturiert erscheinen. Die Kiemenstrahlen, 
die man in Seiten- und Unteransicht deutlich erkennt, hat bereits 
Quenstept abgebildet. Ich habe daher auf Wiedergabe der Kehl- 
partie verzichtet. Der Anschluß an die Reihe Operculum—Sub- 
aperculum—Interoperculum ist noch angenähert vorhanden, doch 
hat in den äußeren Formen schon stärkste Differenzierung Platz 
gegriffen. Zwischen den Kiefern ist kräftige, gleichfalls schuppen- 
lose Haut ausgespannt, die bei der seitlichen Komprimierung weit 
nach unten hervorgepreßt wurde, also der Verwesung lange bezw. 
dauernd widerstand. QuexsteDT nennt sie mit Recht ein „Leder“ 
Am Unterkiefer ist nur eine Naht festzustellen, die wohl mehr das 
Articulare als ein selbständiges Angulare abgrenzt. Der Gelenkkopf 
ist ein kräftiger Körper, der der Verdrückung gut Widerstand leistet. 
Ebenso geben sich der Vorderrand des vermeintlichen Praeoper- 
culums und der der Clavicula als Erhabenheit unter den darauf 
gepreßten Außenplatten (bezw. im Abdruck als Vertiefung) deutlich 
zu erkennen. Zwischen Clavicula und ‚Unterkiefer glaube ich ein 
Knochenstück unterscheiden zu können, das möglicherweise nur ein 
durch Bruch getrenntes Vorderende der Clavicula darstellt. Man 
könnte sonst etwa auch an ein Uro- oder Ceratohyale denken. 
Die Mundöffnung ist nicht völlig endständig, vielmehr bedingt 
der kräftige Schmelzbuckel der Prämaxillen eine gewisse hypostome 
Bildung des Schnauzenendes, wie sie- ähnlich etwa bei Palaeonis- 
ciden entwickelt ist. Stellt sie dort aber ein primitives Merkmal 
dar, so könnte man hier in Anbetracht der vermuteten Lebensweise 
des Tieres an eine Neuerwerbung denken. Wird sie doch bei Palae- 
onisciden vom Ethmoideum gestellt, das hier schon weiter aufwärts 
gerückt ist! Das Maul ist im übrigen hier kaum weniger tief ge- 
schlitzt als dort. 
Primitiv sind die Stellung und gegenseitigen Größenverhältnisse 
der Flossen. Im Schwanz ist die Heterozerkie, wenn auch kaüm 
noch im Umriß, so doch in allem übrigen deutlich erhalten. Fulkren 
finde ich an allen Flossen. Um die „Afterschuppe“ an ihrem üblichen 
Platze zeigen zu können, habe ich die Partie zwischen den Bauch- 
flossen schräg von unten gesehen wiedergeben lassen. Interessant 
ist an ihr eine Zweiteilung durch eine lediglich die Skulptur quer 
unterbrechende Linie, die im übrigen nicht als Naht zweier ge- 
trennter Stücke erscheint. Die Abbildung QuenstEeDT's weicht in
	        

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