Full text: Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 75, 1919)

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nicht ihren Höhepunkt erreicht haben. Es ergibt sich daraus die 
Notwendigkeit, den Umfang der Jahreshefte wesentlich zu ver- 
ringern, was um ‘so bedauerlicher ist, als eine größere Anzahl auf 
unser Vereinsgebiet sich beziehender wissenschaftlicher Arbeiten 
vorliegt, deren Veröffentlichung sehr wünschenswert ist. Ins- 
besondere wäre es auch dringend erforderlich, daß die Veröffent- 
lichungen der pflanzengeographischen Durchforschungsergebnisse, 
deren letztes Heft 1914 erschien und deren Druck aus verschiedenen 
Gründen während des Kriegs nicht möglich war, nunmehr zu Ende 
geführt wird. Mit den Mitteln jedoch, die zurzeit aus den im 
Vergleich zu anderen wissenschaftlichen Vereinen sehr niedrigen 
Vereinsbeiträgen fließen, werden sich diese Aufgaben kaum lösen 
lassen, und so legt sich denn der Gedanke nahe, daß der Verein, 
wenn nicht andere Umstände eine Lösung herbeiführen, in Bälde 
zu einer Beitragserhöhung schreiten ‚sollte. 
Nachdem Redner sodann über den Schriftenaustausch mit ver- 
wandten Vereinen usw. berichtet hatte, der infolge des Kriegs von 
229 Tauschverbindungen im Jahre 1914 jetzt anf 95 zurückgegangen 
ist, machte er noch Mitteilung über die Stellung des Vereins zu 
dem vor kurzem ins Leben gerufenen Verein „Süddeutsche Vogel- 
warte“. Der letztere, der es sich unter Leitung seines Vorstandes 
Dr. Flöricke zur Aufgabe gestellt hat, die phänologischen Kr- 
scheinungen in der württembergischen Vogelwelt, insbesondere den 
Vogelzug, regelmäßig zu beobachten und darüber in eigener Zeit- 
schrift und in Monographien eingehend zu berichten, hatte auch an 
unsern Verein eine Einladung zum Beitritt gerichtet, Der Aus- 
schuß hat über diese Angelegenheit beraten und besonders die 
Frage erörtert, ob der Verein die Bestrebungen der Südd, Vogel- 
warte, deren Ziele ja ganz in den Aufgabenkreis unseres Vereins 
fallen und deren Verfolgung selbstverständlich nicht unbedeutende 
Mittel erfordert, durch eine größere Beitragsleistung unterstützen 
solle. Der Ausschuß kam zu dem Entschluß, daß er der Gründung 
der Südd. Vogelwarte zwar durchaus sympathisch gegenüberstehe, 
daß er aber im Hinblick auf die eigenen Bedürfnisse und seine 
gegenwärtige Finanzlage es sich versagen müsse, der General- 
versammlung eine namhafte Unterstützung der Südd. Vogelwarte 
vorzuschlagen, daß er sich aber vorbehalten will, dies später zu 
tun, sobald die Leistungen des neuen Vereins und die eigene Lage 
die Verwendung größerer Vereinsmittel für Zwecke der Vogelwarte 
gerechtfertigt erscheinen lassen.
	        

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