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unmittelbar auf das Moor gesetzt mit zwei Lagen Balken, näher besprach.
Die erste Lage war versunken, wie der verlassene Herd zeigte. Darüber
kam eine neue Lage mit einem zweiten Herd, Das Haus enthielt zwei
Zimmer, die durch eine Bretterwand aus aufrecht gestellten Dielen von
einander getrennt waren. . Die Kraft des Feuers war durch eine Lehmschicht
an der Bretterwand wirkungslos gemacht. Ein Raum war mit
Birkenrinde tapeziert und ein dritter diente als Vorraum. Die Balkenanlagen
waren nicht auf Pfähle, wie die älteren Pfahlbauten sie
aufweisen, sondern, wie bereits erwähnt, unmittelbar auf dem Boden.
Von einem Haus war auch das Dach gefunden worden, das ein Pultdach
war, also nicht ein Satteldach, wie bisher angenommen wurde, was ganz
neu ist; denn die Dachsparren bestanden aus einem einzigen Stück in
ihrer ganzen Ausdehnung, Weizen und Hirse, dann Artefakten und
typische Schussenrieder Keramik fanden sich auch noch.
Nach dieser Besichtigung kehrte man nach Schussenried in die
Anstalt zurück, wo deren Leiter eine reichhaltige Mineraliensammlung
und eine nach Formationen geordnete Petrefaktensammlung: aufgestellt
hat, die ebenso wie eine sorgfältig angelegte Schmetterlingsammlung des
Herrn Apothekers Funk das Interesse der Besucher in Anspruch
nahm. Es folgte nun ein Vortrag von Forstrat a. D. Sihler (Biberach),
der im nachstehenden im Auszug wiedergegeben wird. Zum Schluß der
Versammlung wurden noch einige Fundstücke aus dem Ried vorgezeigt,
von denen eine Haue aus Hirschhorn, die samt dem gebogenen Stiel
yehoben worden war, besonders wertvoll ist, da sie das erste Stück ist,
das mit dem Stiel in Verbindung gefunden wurde, *
In seinem Vortrag über „Die Gespinstmotte Hyponomeuta
eyonymellus und ihre Tätigkeit als Papiermacherin“ führte
Forstrat a. D. Sihler aus, daß unter den Schmetterlingen nicht nur die
Familie der Spinner (Bombyciden), sondern auch die der Motten (Tineiden)
Gattungen und Arten aufzuweisen habe, die durch ihre Gespinste Bedeutung
für den menschlichen Haushalt zu gewinnen vermöchten und
daher Beachtung verdienen. Eine solche Gattung ist die Gespinstmotte
/Hyponomeuta LAHr), deren Angehörige im Raupenzustand ein Gemeinschaftsleben
führen, indem sie kolonienweise in großen Gespinsten beieinander
leben, in denen sie auch als Puppen in Bündeln dicht beisammen
hängen. Die bekanntesten Arten dieser Gattung sind H, padellus in den
Weißdorn- und Schwarzdornbüschen, H. malinellus auf den Apfelbäumen,
H. cognatellus am Spindelbaum sowie an Obstbäumen und schließlich
H. evonymellus, deren Raupe von Mai bis Juni an der Traubenkirsche
(Prunus padus) frißt. Es ist ein schmutzig-gelbes, 10 mm großes
Räupchen mit Reihen schwarzer Flecken und ergibt nach höchstens
l4tägiger Puppenruhe einen Schmetterling von 22—26 mm Spannweite
mit weißen Vorderflügeln, welche fünf Reihen dicht stehender schwarzer
Punkte zeigen, während die anderen genannten Arten bloß drei Reihen
zehwarzer Punkte haben (s. Abb. 1.
1 Die Klischees zu den Abbildungen
Sihler freundlichst zur Verfügung gestellt.
1—4 wurden von Herın Forstrat