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ablagerung verdunsten und seinen Kalkgehalt zwischen den Geröllen
ablagern, mag er nun unmittelbar aus letzteren selbst oder aus
dem Flußwasser herstammen. Die hohe Lage des undurchlässigen
Gipskeupers ist natürlich .von großer Bedeutung für den Vorgang
gewesen. Ob unter einem unserem jetzigen gleichenden Klima die
Verdunstung groß genug ist, um unter den eben beschriebenen Umständen,
wo es sich ja nicht um Entweichen der CO, und Umwandlung
von doppelt kohlensaurem in einfach kohlensauren Kalk,
sondern um einfache Konzentrationsvergrößerung handelt, die Kalkverkittung
zustande zu bringen, erscheint mir fraglich.
Für die Stromregulierung hat die Breccie eine hohe Bedeutung.
Durch sie wird der Fluß, der ohnehin hier schon eine kleine Biegung
macht, noch weiter aus seiner geraden Richtung abgelenkt, prallt
an das gegenüberliegende Ufer an und strömt von dort wieder auf
diese Seite, wobei natürlich stets an der konvexen Flußseite erodiert,
an der konkaven abgelagert wird. Eine dauernde Regulierung wird
sich nicht erzielen lassen, wenn hier nicht die Breccie beseitigt
und das Bett vertieft wird.
Ich erwähne nur kurz einige Erscheinungen wie die netzförmige
Aderung des Gipskeupers, die durch Spalten und z. T.
rhythmisch erfolgte Ausscheidungen von Gips hervorgerufen ist,
wie Strudellöcher und ähnliches. Nur auf einen mitten im Schwemm-1öß
liegenden Block dicht vor der Hirschauer Brücke möchte ich
noch aufmerksam machen, einen Zeugen dafür, daß auch in späterer
Zeit noch von der Stubensandsteinhöhe der Ödenburg sich mancher
Stein loslöste und bis weit ins Neckartal polterte. Einzelne Gerölle
im Schwemmlöß, manchmal auch reihenweise angeordnet, dürften
die seitlichsten Ausläufer alter Flußschlingen sein.
Wir gehen über die neue schmale Brücke, die die ältere,
nachdem ihr die verschiedenen Hochwasser, zuletzt das vom
24. XII 19, arg zugesetzt hatten, hat ersetzen müssen. Gleich
jenseits ist wieder Auemergel angeschnitten, aber hier mischt sich
unter das Gelb des Löß auffallend das Rot der Keuperletten, die
von der nahen Ödenburg heruntergeschwemmt sind. Ebenso. zeugen
von der Nähe des Berges die zahlreichen großen Blöcke fester Gesteine,
unter ihnen besonders große Stücke von Steinmergel sowie
zahlreiche Rhätsandsteine auffallend. Wir gehen auf den Wiesen
weiter und steigen erst da wieder herunter, wo ein kleiner Wasserriß,
vom Tiergarten herkommend, in den Neckar mündet. Es zeigt
sich ein ganz anderes Profil als an der gegenüberliegenden Seite.