Full text : Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 77, 1921)

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Bräunlichgelber Schwemmlöß . „ca. 120 cm
Derselbe mit 3 Lagen aus sandigem Keupergrus, vorwiegend
Tonmergel und Steinmergelbröckchen ........ 40
Keupersand, wie oben, in 1—2 Lagen. .... .... bis 68
Rötliche Mischung von Schwemmlöß und Keuper. .... ß
dto., Keuper vorwiegend. .... T
Neckarkies mit viel Tonbrocken und tonigem Bindemittel .
Wechsellagerung von durchschnitt], 5 cm mächtigen graulichen
und rötlichen, tonigen und bräunlichen sandigen Schichten
Wechsellagerung scharf abgesetzter graulicher und rötlicher,
durchschnittlich 2—3 cm starker Schichten; 35 cm über
Basis schwacher Gleihorizont .....0..00..101
Grober Kies, z. T. mit großen Steinplatten ... .. ca.
Gipskeuper.

Das Auffallendste an der ca. 5 m hohen Wand ist die Wechsellagerung
 der hellen graulichen mit den rötlichen Schichten. Es
läge nahe, sie durch verschiedenes Ursprungsmaterial, etwa Keupermergel
 und Löß, zu erklären, wobei Keupermergel durch lokale
Regengüsse, Auelehm durch höheren Wasserstand zugeführt sei.
Das ist z. T., wie verschiedene Korngröße beweist, sicher. der Fall,
und oft stellen sich auch Lagen ein, die durch Korngröße, Farbe
und Festigkeit ihre Mischnatur deutlich zeigen. Diese rotgraubraunen
 Lagen werden oft nach oben zu dichter und feinkörniger,
offenbar weil die kleinsten Teilchen .länger in der Schwebe blieben.
Auf die ganz feinkörnigen roten Lagen folgt aber stets eine grauliche
 Lage, die etwas höheren Kalkgehalt besitzt als der Schwemm-1öß
 und weit höheren als die roten Lagen. Aus der nicht selten
ins Grünliche spielenden Farbe läßt sich ebenso wie aus der in
der Regel sehr dichten Lagerung schließen, daß stärkere Beteiligung
des Löß nicht allein Ursache des Wechsels sein kann. Auch primäre
 Farbunterschiede des sedimentierten Materials, wie man sie
als rezente Bildung gelegentlich am Gipskeuperufer des Neckars
beobachten kann,. möchte ich nicht annehmen, da nach meinen
Beobachtungen diese Farbunterschiede nur an wenig zerriebenem
Material vorkommen, bei dem die Ablagerungsfläche dicht neben
der Abtragungsstelle liegt, während in stärker zerkleinertem Material
stets eine Mischung eingetreten ist. Vielmehr ist der Farbunterschied
 zum größten Teil sekundär und durch Reduktionsvorgänge
hervorgerufen. Die grauen Lagen enthalten wesentlich mehr Humus
als die roten, der allerdings in. solcher Form: vorhanden ist, daß
er nur im Laboratorium festgestellt werden kann. .Sie sind als
Jahreshefte d, Vereins f. vaterl. Naturkunde in Württ. 1921, 7
            
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