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Zone stärker erscheinen läßt, als sie ist, das ist die Ausräumung der
höheren Schichten durch den ehemaligen Zufluß der Beera von Deilingen
nach Wehingen., ;
Im Gosheimer Gebiet ist damit die letzte B-Stufe erreicht, Anders
bei Kirchheim, wo nun gerade der Teil die morphologische Führung
übernimmt, dem sie bei Balingen—Gosheim fehlt, das ist die Concavazone,
Wir haben gesehen, daß in diesem Abschnitt bei Kirchheim ein Kalksandstein
von 3 bis 4m auftritt, Wir haben auch darauf hingewiesen,
daß R, StAHLECKER (29) die Verbreitung dieses Sandsteins genau untersucht
hat. Er hat nachgewiesen, daß die Sandmassen wohl in einer
Stromrinne von NO, etwa vom Hohenstaufen, hergekommen sind, Deshalb
wurde im Gebiet dieser Stromrinne ein Sandstein gebildet, der
heute weite Flächen im Gebiet des Nürtinger Tiefenbachs bedeckt. Bis
gegen Reutlingen zieht diese Fläche des Concavasandsteins; sie wird
dort aber immer unbedeutender, da der Sandstein an Mächtigkeit verliert
und immer toniger wird,
Für die Morphologie des Albvorlandes scheint nun besonders wichtig
zu sein, daß dieser Concavasandstein im Tiefenbachgebiet zwar mächtig
ist, jedoch gegen die Alb hin verschwindet. Vielleicht ist daraus ein
interessantes morphologisches Problem zu erklären, Es wurde bei einer
Zusammenkunft des Steigenklubs im Dezember 1931 durch Georec
Wacner aufgeworfen: „Warum ist die Ausräumung im Filstal in der
Umgebung von Göppingen so ungewöhnlich weit gegen die Alb hin vorgeschritten?”
Die tektonische Tiefenlage der Erkenbrechtsweiler Halbinsel genügt
nicht, um diese Frage zu klären, Man kann sich auch nicht vorstellen,
daß die Erosionskraft der Fils allein ausgereicht hätte, um diese weitgestreckte
Bucht im Albrand zu schaffen. Da müßten mindestens noch
Vorberge gegen die Fils vorgeschoben sein, die, wie die Hügel im
Tiefenbachgebiet und um den Hohenstaufen, ausgedehnte Decken aus
Braun-Jura-ß-Sandsteinen tragen.
Ich bin zu folgender Erklärung gekommen: Die wichtigste Ursache
für diese auffällige Unregelmäßigkeit sehe ich eben in der erwähnten
unregelmäßigen Ausbildung des Concavasandsteins, die STAHLECKER aus
einer Stromrinne erklärt. Wir könnten uns an Stelle der Stromrinne
auch eine Nehrung mit dahinterliegendem Haff vorstellen. Der
Sandstein bot im Tiefenbachgebiet der Erosion infolge seiner Mächtigkeit
großen Widerstand, so daß er dort heute weit gegen den Neckar
vorgeschobene Hügel verursachte, Im Gebiet des Hohenstaufen zeigt
sich ein ähnliches Bild, da dort im ganzen ß mächtige Sandsteine auftreten.
Östlich Kirchheim unter Teck aber wurden durch die Zubringer
der Fils und der Lauter die ß-Schichten viel rascher abgetragen, da sie
viel weniger aus Sand, aber um so mehr aus Tonen bestehen. :
Damit ist ein Teil der Erscheinung geklärt, aber es dürften auch
noch andere Ursachen mitgewirkt haben: Die starke Erosionskraft der
Fils und die Tiefenlage der Erkenbrechtsweiler Halbinsel sind schon