234
Sterrhinae (= Acidaliinae).
Rhodostrophia Hbn.
734. Rh. calabra PET. Von ASCHENAUER bei Blaubeuren gefangen, Ich besitze
1 5, der am Braunenberg bei Aalen gefangen sein soll, — Auf diese
südliche Art von typisch westeuropäischer Herkunft wäre noch besonders
zu achten. Die Art lebt anderwärts an trockenen, heißen Bergabhängen.
Rh. vibicaria CL, Mit Ausnahme des höheren Schwarzwaldes im
Gebiet nicht selten von M. VI. bis M. VIII, an trockenen warmen Stellen,
Die Raupe überwintert und lebt an Schlehen und Ginsterarten. E. o. mit
Cytisus laburnum erzogen, (Vgl. „Entomolog, Anzeiger‘, Wien, IX, Jahrg.,
Nr. 23.) Falter ziemlich variabel, f, intermedia KEMP., £. rubrofasciata
HUFN,, £, adulterina HEYD. öfter unter der Art,
Calothysanis Hbn. (= Timandra Dup.,),
736. C. amata L, Eine im Gebiet weitverbreitete und, hauptsächlich in
niederen Lagen, häufige Art, Im höheren württembergischen Schwarzwald
und auf der Hochfläche der Schwäbischen Alb fand ich die Art noch
nicht, in den Tälern des Schwarzwaldes und der Alb ist aber amata nicht
selten, ebenso im Bodenseegebiet und in Oberschwaben, im württembergischen
Allgäu am Schwarzen Grat in etwa 1100 m Höhe noch vereinzelt
gefunden, Besonders häufig ist aber amata in den warmen Tälern
des Muschelkalkgebietes an allen Fluß- und Bachufern und an den
Rändern der busch- und kräuterreichen, meist etwas feuchten Klebwälder.
1932 war amata außergewöhnlich häufig. F lugzeiten von M. V,
bis E.IX. in 2 Generationen mit einer partiellen 3, Generation. Die
Raupe an Ampferarten und Melde, halbverwachsen überwinternd. Zucht
leicht. Ziemlich variabel, £, griseata PETERSEN, roseata HIRSCHKE, £, effusaria
KLEM, öfter unter der Art, Ein zweifellos melanistisches Stück beschrieb
ich in „Entomolog. Rundschau”, 55. J ahrg., als f, Wifzi SCHNEIDER
(1938) = synonym zu afropurpurea MICHEL (1936).
Cosymbia Hbn,
737. C.pendularia CL. Im Gebiet in Birkenwäldern verbreitet, nicht besonders
häufig, Flugzeit in 2 Generationen von A.V. bis E. VI. und
M, VII bis A.IX, Die Raupe an Birken, die Puppe der 2. Generation
überwintert. .
C. orbicularia HBN. Verzeichnis HAHNE 1868: „Diesen seltenen
Schmetterling fing ich im Zeitraum von 30 Jahren nur in 3 Exemplaren,
zuletzt 1865 bei Lautern an Alnus anfangs August.“ — Sonst ist mir über
die Art nichts bekannt geworden.
C. lennigiaria FUCHS. Nach einer älteren Angabe angeblich bei
Beuron im Donautal, Das Vorkommen dort ist möglich. Die Art folgt
weitgehendst der Futterpflanze der Raupe, dem Acer monspessulanum;
dieser kommt nach BERTSCH, Flora von Württemberg, dort vor.
Lit, G, WARNECKE: Cosymbia lennigiaria FUCHS en FRANCE, L’Amateur
de Papillons Vol, VI. 1932, G, WARNECKE: Über südwesteuropäische
Faunenelemente in der Makrolepidopterenfauna des Mittel-Rheingebietes,
„Entomolog, Zeitschrift‘, Frankfurt, 47. Jahrg., 1933,
738