Volltext : Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 9-10, 1853-1854)

i. Die Fische des Bodensees.

Von Prof. W. v. Rapp.

Nachdem ich im achten Bande der württembergischen naturwissenschaftlichen
 Jahreshefte Bemerkungen über einige Fische
des Bodensees bekannt gemacht habe, folgt hier eine kritische
Aufzählung aller Fische desselben, nebst einigen Berichtigungen,
Welche durch die Ergebnisse der fortgesetzten Untersuchung als
nothwendig erscheinen, Die allgemein bekannten Arten, die eine
weite Verbreitung haben, und über deren richtige Bestimmung
kein Zweifel sich darbietet, erwähne ich ganz kurz; dagegen
nahm ich bei der Beschreibung der Arten, deren richtige Bestimmung
 Schwierigkeiten darbietet, auch auf verwandte, nicht im
Bodensee vorkommende Fische Rücksicht. Ich verglich ferner mit
den Bodenseefischen die Fische des Genfer und Neuchäteller See’s.
Die älteste Monographie über die Bodenseefische ist von
Mangolt (geb. 1497): „Fischbuch von der Natur der Fische,
insonderheit derer, sa gefangen werden im Bodensee.“ Zürich,
ohne Jahreszahl. Die Fische sind in sehr kleinem Format in
Holzschnitt in den Text eingedruckt, und sie sind geordnet nach
den Monaten, - in welchen sie am besten sind. In einer andern
Ausgabe sind die Abbildungen weggelassen. Nenning in seiner
Kleinen Schrift „Die Fische des Bodensees.“ Constanz 1834,
hält sich ganz an die Arbeit von Hartmann, Helvetische
(chthy ologie, 1827, ohne die Unrichtigkeiten in der Bestimmung
der Arten zu verbessern. Vor einiger Zeit erschien in Constanz
ne Sammlung von Abbildungen: der Bodenseefische. Es sind
Scchs grosse Jithographirte Tafeln, auf welchen in grossem Maas->tabe
 die Fische, mehrere auf einer Tafel dargestellt sind; sie
Württemp, naturw. Jahreshefte. 1254. 2s Heft. 10
            
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