Volltext : Die Baumeisterin Pallas/ Oder Der in Teutschland erstandene Palladius, Das ist: Des vortrefflich-Italiänischen Baumeisters Andreae Palladii Zwey Bücher Von der Bau-Kunst : Deren Erstes I. Von denen Materialien/ die zu dem Bauen insgemein gehören ... Das Zweyte tractiret I. Von denen Zierrathen der gemeinen Gebäue ... / Ins Teutsche nach dem Italiänischen übersetzet/ Mit ... dazu gehörigen Figuren erbaulich ausgerüstet/ und Zum erstenmal an den Tag gegeben/ Durch Georg Andreas Böcklern/ Archit. & Ingenieur

94 Das 11. Buch» Cap.Xv,
Gegenwärtige Figur sielletfür einen Meyerhoft/ auf dem Vicentinischen
Gebietin Pogliana , dem
Wavallier POGLIANA
zuständig.
ER Je Zimmer sind mit denallerschönstenMahlereyen und Gipswer>/von
GAZ dem Meister Bernardino India, und Meister Anselmo Canera, Veronesischen
 Mahlern/undMeister Bartholomeo Rodolti, VeronesischemBildhauergezieret,
 Die Fosse Gemächer sind ein und zwey Drittheil
Quadrat iang/ und gewölbt. ie viereckigte Gemächer haben halbe Mond
(Bögen) inden Een. Uber den Kämmerlein sind die Mezzatioder Mittel-GG
mädcher. Die Höhe des Saalsistum die Helffte grösser als die Breite/undkomt
bey nahe mitder Gallerie ingleicher Höhe- Der Saal ist gewölbt mit einem
Band/und die Gallerie wit Creuß'gewölben. Uberallen diejen Oertern isider
Korn-Boden/und unten die Küchen und Keller/ sinkemal der Fußboden der Zimmer/fünff
 Schuh hoch von der Erden erhaben ist. Aneiner Seitenist der Hof
und andere Oerter / zuden gehörigen Sachen des Meyerhofes; ander andern
Seiten-ist der Garten / welcher gegen besagtem Hofüberstehet. -- Hintenisider
Küchen-und Kräuter-Garten/und ein Fischteich/dergesialt/ daß dieser Edelmann/
welcher von eincm edlen undfreygebigen Gemüth ii/ alles dasjenige/ was diesen
Ort zierlich/ lusibar und bequemlich machen kan / hatbauenlassen.
Sihe Figur 75."
Hier. untenstehende Figur/ istein Gebäu zu Liliera, sv nahe bey Vicenß gelegen/
welches ehedessen von dem Sc - |
fSerrn GIO. FRANCESCO VALMARANA
erbauet worden, m
= Je Gallerien oder Gänge sind von Jonischer Bau-Ark 3. die Seylen
haben unfeneine viere>igte Balin;oder Fuß-Platte/welcherund um das
ganße Haus gehet/von dieser Höhesind auch die Gemächer und Galle- Crien/aber
 alle flach. An den Winckeln des Hauses sind vier gewölbte
Thürne. DerSaalistauchmiteinem Band gewölbt.
- Dieses Gebäu hat zwey Höfe/einen vornen für den Haus-Herrn/den andern
hinden/alliwo man dasKorn trischet/auch hat es seineBedachungen/unte? welchen
alle zu einem Meyerhofe gehörige Oerter bequem ausgetheilet sind,
Sihe Figur 75.
Das

BK
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