Volltext : Textbeilage (1)

Ee 2] Swe
Wenn der Küchenschornstein der Abort8grube ziemlich nahe liegt, so
läßt sich mitunter vortheilhaft ein aus etwa 6--8 cm weiten Drainröhren
 gebildeter Kanal von der Aborts8grube in ein neben dem Küchenschornstein
 besonders dazu angelegtes Dunstrohr leiten, wodurch der Luftwechsel
 sehr beschleunigt und der Abort fast ganz geruchlos wird. Der
Kanal muß sehr sorgfältig hergestellt, die Drain- oder noch besser Muffenröhre
 an den Fugen mit gutem Cementmörtel gedichtet werden. Es
sind entweder glasirte Röhren zu verwenden, oder wenn solche nicht zu
haben sind, die unglasirten mit fettem Thon dicht zu umhüllen, um das
Entweichen der Gase zu verhüten. Der Abort kann außer einem zu öffnenden
 Fenster, nahe dex De>e noch eine verschließbare Maueröffnung
erhalten.
Eine etwa vorhandene Kleiderkammer ist wie die Speisekammer
zu ventiliren.
Die Stallungen müssen in zwei einander gegenüber liegenden
Wänden nahe unter der Decke verschließbare Oeffnungen erhalten, durch
welche im Sommer ein kräftiger Luftzug herzustellen ist. Von lothrechten
Schornsteinen ist bei diesen kleinen Räumen der Kosten wegen Abstand
zu nehmen.
4. Die Wahl der Baumaterialien und die Bau-Rusführung.
Da für Arbeiterwohnungen eine möglichst geringe Höhe der Baukosten
 zu den Haupterfordernissen gehört, so wird man sich im allgemeinen
 an diejenigen Materialien halten müssen, welche am Orte zu haben
sind und welche meistens auch die ort8- und landezübliche Bauweise bedingen.

Nur die Rücsicht auf wesentlich höhere Dauerhaftigkeit und auf
die hygieinischen Anforderungen kann zur Anwendung nicht ortsüblicher
Materialien veranlassen. Wir wollen in kurzem die zu den einzelnen
Bautheilen zwe>mäßigen Materialien aufführen, auch die aus obigen
Gründen auszuschließenden angeben.
Zu den Fundament-, Keller- und So>elmauern ist jedes feste
natürliche Gestein, welches als Baumaterial üblich ist, zulässig, de8gleichen
gut gebrannte Ziegel und Cementbeton.
Bei letzterem ist das Mischungsverhältniß sehr von der Güte des
Cementes abhängig; wenn ein solches nicht etwa durc< Erfahrung bekannt
ist, so ist es rathsam, vorher einige Mischung3proben zu machen und deren
Härte und Festigkeit nach der Erhärtung zu prüfen.
Als Mörtel für dieses Mauerwerk ist ein hydraulischer am empfehlenswerthesten,
 entweder natürlicher hydraulischer Kalk, oder ein gewöhnlicher
 Aetzkalk durch einen Zusaß von Cement oder Traß hydraulisch gemacht
 und mit Sand vermischt: Da der hydraulische Mörtel in manchen
Gegenden viel theurer ist al8 der gewöhnliche Kalkmörtel, so ist die Ver-9


            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.