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wendung des leßteren nicht auszuschließen. Derselbe wird auch vielfach
ohne besonderen Nachtheil (nur die Erhärtung geht viel langsamer vor
sich) zu obigen Arbeiten verwendet.
Als Material für die Umfassungö8mauern ist der gut gebrannte
Ziegelstein allen anderen bei weitem vorzuziehen. Das in den
Ziegel eingedrungene Wasser verdunstet sehr rasch und man hat bei der
von uns vorgeschlagenen Mauerconstruction stets tro>ene, für die Luft
durchlässige Mauern, und gesunde, sehr leicht heizbare Räume. Der Ziegel
ist außerdem überall in Deutschland billig zu haben, wesShalb die in
der früher beschriebenen Weise hergestellten Mauern fast überall billiger
herzustellen sind, als alle anderen. Als Mörtel ist der gewöhnliche Kalkmörtel
oder falls dieser billiger, hydraulischer Mörtel zu verwenden. Die
Fugen sind hier, wie auch beim Soc>elmauerwerk entweder mit Cementmörtel
oder mit einer Mischung von Cement- und Kalkmörtel zu verstreichen.
Ein Verputz der äußeren Mauerfläche ist bei wetterbeständigem Ziegelmaterial
ganz zu verwerfen; nur wenn wetterbeständige Ziegel durchaus
nicht zu haben sind, ist ein Verputz aus Kalkmörtel mit einem Cementzusaß
von etwa */:9 des Kalkvolumens zulässig.
Der äußere Wandpuß verringert die Porenventilation und erfordert
häufige Reparaturen.
Statt des gebrannten Ziegels kann in vor dem Schlagregen geschübten
Lagen vielleicht der rheinische, sogenannte Schwemmstein verwendet
werden, dessen geringe Drucfestigkeit für diese kleinen Gebäude
ausreichend ist, wie viele Beispiele beweisen. Er ist aber nur dann zu
verwenden, wenn dadurch eine viel größere Billigkeit erreicht wird, als
bei Ziegelbau, da er. leicht muthwilligen Zerstörungen (3. B. durch Kinder)
ausgeseßt ist.
Dieser Stein kann ebenfalls, wenigstens an den Seiten, welche nicht
dem Regenschlag ausgesekßt sind, des Verpußes entbehren.
Als Material für die Umfassungsmauern völlig auszuschließen sind:
- 1. Alle natürlichen Steine, wegen ihrer geringen Durchlässigkeit für
die Luft und weil sie schwer austroc>nen.
2. Lehmziegel, ihrer geringen Wetterbeständigkeit halber.
3. Jede Art von Erd- und Lehmpiss aus dem für 2 angeführten
Grunde.
4. Der Cementbeton. Dieser ist sehr wenig durchlässig für die Luft,
erfordert einen no<r weniger durchlässigen Verput, erzeugt daher, wie wir
auch aus Erfahrung wissen, dumpse, feuchte und ungesunde Räume und
fommt wohl überall theurer zu stehen, als die von uns vorgeschlagenen
Ziegelmauern.
Als prinzipiell weniger verwerflich, jedoch nicht sonderlich empfehlenswerth
sind zu betrachten:
5. Umfassungen aus Kalkpiss. Die bisher mit diesem Materiale