Full text: Die Königliche Bergakademie zu Clausthal, ihre Geschichte und ihre Neubauten

graden tätig, bis er nach vierjährigem Besuch der Bergschule (1843—1847), deren 
beide Klassen er durchlief, und nach Ablegung des Elevenexamens 1851 zum 
Untersteiger ernannt wurde. Nachdem er das inzwischen eingeführte zweite 
Examen gemacht hatte und Steiger geworden war, wirkte er zwei Jahre als 
Bergingenieur in Südfrankreich; nach seiner Rückkehr war er 1857—1864 im 
Nebenamt Lehrer der Bergbaukunde, während er zum Einfahrer und zum Ge- 
schworenen aufrückte. Er wurde 1867 Dirigent der Berginspektion Zellerfeld, 
1870 Bergwerksdirektor am Rammelsberg bei Goslar; der Oberbergrat Wimmer 
:rat 1898 in den Ruhestand und starb am 8. April 1900. 
Von 1857 bis 1897 war Wimmer Mitredakteur der Berg- und Hüttenmännischen 
Zeitung. Von seinem Streben, sich wissenschaftlich weiterzubilden, zeugen die 
ältesten Protokolle des Vereins Maja, dessen Mitgründer und erster Vorsitzender 
'1848—1854) er war. 
Adolf. Jordan, Sohn von Johann Carl Jordan, geb. 1821 zu Zellerfeld, 
besuchte 1837—1840 die Bergschule und 1845—1847 das polytechnische Institut 
zu Wien. Er wurde 1841 als Aspirant für das Maschinen- und Bauwesen auf 
dem Harze aufgenommen‘ und rückte nach und nach zum Bergrat und Direktor 
der Maschinen- und Bauverwaltung zu Clausthal auf; 1884 trat er in den Ruhe- 
stand. — Im Nebenamt war er 1851—1858 Lehrer der Mechanik und Maschinenlehre. 
Carl Hellmer, geb. 25. September 1834 zu Wien, studierte daselbst am 
polytechnischen Institut und an der Universität, war Assistent und Supplent am 
polytechnischen Institut und 1860— 1862 Lehrer der Physik, Mechanik und Maschinen- 
lehre an der Clausthaler Bergschule. Nach mehrjähriger Lehrtätigkeit in Leoben 
und Schemnitz wirkte er von 1869 bis 1905 als ordentlicher Professor der Me- 
chanik an der technischen Hochschule in Brünn, wo er mehrmals das Rektorat 
oekleidete. 
Adolf Hörmann, geb. am 30. November 1835 zu Kl. Mahner, studierte auf 
der polytechnischen Schule zu Hannover, wo er Assistent von Karmarsch wurde, 
Von 1862 bis 1868 wirkte er als Lehrer der Physik, Mechanik und Maschinenlehre 
an der Bergakademie zu Clausthal. Im Jahre 1868 wurde er als Professor an die 
Bergakademie und Gewerbeakademie zu Berlin berufen, Hier hatte er Gelegenheit, 
vor einer großen Zahl von Zuhörern eine umfangreiche Lehrtätigkeit auszuüben, die 
sich an der Bergakademie auf Mechanik und. Maschinenlehre, an der Technischen 
Hochschule: auf mechanische Technologie und andere Gegenstände erstreckte; da- 
neben war er noch Mitglied des Patentamts. Als etatsmäßiger Professor an der 
Bergakademie trat er 1901 in den Ruhestand, während er noch bis Ostern 1906 
der Technischen Hochschule als Dozent angehörte. Geh. Bergrat Hörmann starb 
am 30. Juni 1906. 
30
	        

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