Full text: Das Königliche Katharinenstift zu Stuttgart

verteilen sich die Väter in folgender Weise: es waren 67 Lehrer 
aller Kategorien, 54 Geistliche und Missionare, 121 Civilbeamte, 
16 Militärs, 8 Diplomaten und Anwälte, 11 Aerzte und Apotheker, 
9) Schriftsteller und Künstler, 130 aus dem Handels- und Gewerhe- 
stand, 9 Oekonomen und 8 Privatiers. Von den bis Ende 1895 
Aingetretenen 433 Schülerinnen gehörten 44 den beiden derzeitigen 
Jahreskursen an: von den übrigen waren 18 aus Gesundheits- 
rücksichten, 7 anlässlich ihrer Verlohung oder Verheiratung und 
) wegen häuslicher Verhältnisse, also zusammen 34, vor der 
Schlussprüfung ausgetreten. Die übrigen 355 hatten die Staats- 
prüfung bestanden, und von diesen waren am 1. Dezember 1895 
zestorben 8, in andere Berufsarten übergetreten 2, verheiratet 
hatten sich 100, im Privatstande lebten 64, darunter insbesondere 
Niejenigen, welche das Seminar nur um ihrer Fortbildung willen 
besucht hatten und 14 aus den beiden zuletzt geprüften Kursen. 
Die übrigen waren im Lehrerinnenberuf thätig, und zwar als 
Privatlehrerinnen 37, als Lehrerinnen und Erzieherinnen In 
Familien 78 (in Stuttgart 7. im übrigen Württemberg 14. im 
übrigen Deutschland 24, ausserhalb Deutschlands 33): an Schulen 
sind. verwendet 66 und zwar am Katharinenstift 7, am Olga- 
stift. 2, an den übrigen württembergischen höheren Mädchen- 
schulen 18, an kleineren württembergischen Privattöchterschulen 10. 
im übrigen Deutschland 14 und ausserhalb Deutschlands 15. — 
Die immer wieder eintanufenden zahlreichen Anfragen vom In- 
ınd Ausland nach Lehrerinnen und Erzieherinnen, welche im 
seminar zu Stuttgart ihre Ausbildung erhalten haben, sind der 
beste Beweis für das Vertrauen, das der Anstalt in den weitesten 
Kreisen entgegengehracht wird.“ 
Hieran mögen sich noch folgende Notizen über das höhere 
Lehrerinnenseminar anschliessen: 
In jeden Kurs werden 12 Württembergerinnen, welche dem 
Lehrberuf sich widmen wollen, nach dem Ergehnis der EKintritts- 
rüfung als ordentliche Schülerinnen aufgenommen. Sie sind frei 
vom Unterrichtsgeld und können auf Ansuchen unter Vorlegung 
nes Vermögenszeugnisses bei entsprechendem Verhalten mit 
Stipendien bis zum Betrag von 350 M. Jährlich bedacht werden. 
wobei in erster Linie auf die nicht in Stuttgart wohnenden Be- 
werberinnen Rücksicht genommen wird. Von dem Königl. Kult- 
ninisterium sind dazu für jeden Kurs Jährlich 2100 M. aus- 
sesctzt. 
Die ausserordentlichen Schülerinnen haben ein Unterrichts-
	        

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