Volltext : Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 11-12, 1855-1856)

108 Chr. Doppler. Bemerk. zu meiner Theorie d. farbigen Lichtes.

(Aichung) nach Zonen (wobei der Punkt 0 im Herkules und
der gerade gegenüberstehende. im Flusse Eridanus als Pole
betrachtet würden) rücksichtlich der verschiedenen niederen
| Classen (denn die der ersten, zweiten und dritten Grösse ent-LE
 scheiden hier wenig) vorzunehmen!
| 9) Endlich ist es höchst merkwürdig, dass alle veränderlichen
 Sterne und andere Himmelskörper, ohne Ausnahme,
vor ihrem Verschwinden eine rothe Farbe schon haben oder
[35] unmittelbar vor demselben annehmen. Selbst bei dem
grossen Cometen von 1843 wurde von Mehreren eine derartig
IM röthliche Färbung um die Zeit seines Periheliums ganz un-|
 zweifelhaft beobachtet.

 

12.
Ueberblicke ich nun die in diesem Aufsatze niedergelegten
Gegenbemerkungen und aufrichtigen Bedenken, die ich den
gewiss in gleicher Gesinnung erhobenen Bedenken Anderer im
| Interesse der Wissenschaft selber entgegensetzen zu müssen
18 glaubte, so däucht mir, dass die Anwendbarkeit meiner Theorie
auch auf die Erscheinungen des Lichtes so wenig widerlegt
worden sei, dass ich vielmehr so- glücklich war, neue ent-|
 scheidende Beweise für sie anführen zu können. Auch hege
ich noch immer, und zwar stärker als jemals, die Zuversicht,
dass sich im Verlaufe der Zeit die Astronomen dieser Theorie
Hl als eines willkommenen Mittels bedienen werden, um Vorgänge
im Universum zu ergründen, bei welchen sie sich von jeder
anderen Hilfe verlassen sehen. — Die nicht geringe Theilnahme
 aber, die man dieser Theorie bisher geschenkt, erfüllt
mich sofort mit der erfreulichen Zuversicht, dass für dieselbe
die Gefahr vorüber sei, ungeprüft und unbeachtet zur Seite
gelegt und einer vielleicht unverdienten Vergessenheit überantwortet
 zu werden.

AN

 

 

 

 

 

 

 

 
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.