Volltext : Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 11-12, 1855-1856)

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Bänke des Lias « setzten, wenn auch manchfach zerbrochen und
zerklüftet einer noch tiefer gehenden Zerstörung ein Ziel, während
 es jenen wenigen kleinen Abschnitten jüngerer Juraschichten,
 welche im Rücken durch die feste Keuperwand gegen Abwaschung
 mehr geschützt waren, gelang, der Zerstörung durch
die Fluthen zu entgehen. Eben weil die weicheren Thonschichten
 am leichtesten ausgewaschen wurden, finden wir diese verhältnissmässig
 weit seltener als die dauerhafteren Kalkmerkel der
Numismalisschichten erhalten, welche aber durch Herabrutschen
über die erweichten Turnerithone häufig nicht mehr auf ihrer
rechten Stelle liegen.
Mit der eben besprochenen Senkung des Landes zwischen
Schönbuch und Schurwald ist übrigens die Ausdehnung der gesunkenen
 Landesstrecke noch nicht begränzt, dieselbe erstreckt
sich vielmehr über weitere Räume. Berücksichtigt man nehmlich
 den Zusammenhang der Liasbedeckten Filderfläche mit der
grossen Liasfläche, welche am Fusse der Alp zwischen Göppingen
 und Reutlingen sich bis an den Neckar erstreckt, so ergibt
sich aus dem gleichmässig fortsetzenden Niveau ihrer Schichten,
dass auch diese ganze Fläche einst höher gelegen haben und
mit den Fildern in derselben Katastrophe auf ihr jetziges Niveau
herabgesunken sein müss, Das Maass dieser Senkung, am Nesenbachthale
 nur unbedeutend beginnend, nimmt gegen Südost
mehr und mehr zu und erreicht im Abfall des weissen Jura
gegen die Donau ihr "Maximum, so dass vielleicht weitere dahin
zielende Studien zu dem Schlusse führen mögen, dass auch die
schwäbische Alp von der Senkung mitbetroffen wurde.
Sei dem aber wie ihm wolle, so bestätigt sich wenigstens
das Einsinken der Liasfläche am Fusse der Alp noch von einer
andern Seite; dieselbe findet nehmlich ihre ‚nördliche Gränze
ebenfalls an einer deutlich nachweisbaren Spalte und zwar an
der Fortsetzung unserer Schurwaldspalte. Wir haben diesen
Riss bereits bis in das Neckarbett von Plochingen verfolgt, von
wo er in der Sohle des Filsthals weiter zieht; auf der rechten
Thalseite von den Liasbänken des Schurwalds in 1400 Fuss
Meereshöhe, auf der Linken von den Liasbänken der gesunkenen
            
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