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und die Leithorizonte hervorgehoben, Spätere Spezialarbeiten (WAIDE-LICH,
ISSLER, EHRAT) brachten mehr und mehr Einzelheiten über die
Gliederung , insbesondere der unteren Lias-a-Sedimente. Hauptsächlich
aber verdienen die Aufnahmen der württembergischen geologischen
Landesanstalt hervorgehoben zu werden, wodurch die stratigraphischen
Verhältnisse vollständig geklärt wurden. Anders ist es in Mittelwürttemberg;
wohl werden hier und da in manchen Arbeiten Profile des Fildergebietes
aufgeführt, ohne aber mit dem südwestlichen Württemberg
in Verbindung gebracht zu werden. Auch die etwas weiter ausgreifenden
Arbeiten von ISSLER und KUMMER zeitigten keine befriedigenden Ergebnisse.
So wurde z. B. die Oolithenbank des Balinger Gebietes bis
heute vom Fildergebiet nirgends erwähnt, obwohl sie mit aller Deutlichkeit
überall, wo Aufschlüsse in diesem Horizont vorhanden sind, zu
erkennen ist. Ganz ähnlich verhält es sich mit der Kupferfelsbank des
Balinger Gebietes. Sie wird zwar von QUENSTEDT und allen späteren
Bearbeitern mit dem ‚,Vaihinger Nest“, einer geodenführenden Mergelkalklage
bei Vaihingen a. F., in Verbindung gebracht auf Grund großer
Geoden, die in Südwestwürttemberg auch an der Unterseite der Kupferfelsbank
auftreten. Doch konnte ich nachweisen, daß diese Parallelisierung
nicht der Wirklichkeit entspricht und die Kupferfelsbank mit
der unteren Arietenkalkbank von Vaihingen a. F. (E. FrRAAsS 1910)!
in Verbindung zu bringen ist.
Wie über die Kupferfelsbank ziemlich wenig bekannt war, herrschte
auch über das Verhältnis von Ölschiefer und Arietenkalken noch große
Unklarheit, ob beide synchron, also nur faziell verschiedene Ablagerungen
desselben Zeitraumes seien, oder ob sie zu verschiedenen Zeiten
gebildet wurden (ISSLER). HENNIG nimmt augenscheinlich den ersteren
Standpunkt ein, denn in der Arietenzone „steht kalkige neben toniger
Ausbildung, ohne daß alle Züge des Faziesbildes schon entwirrt wären“
und „die Tonfazies steigert sich bezirksweise bis zur Ölschieferbildung“
(Geologie von Württemberg p. 155). Diese verschiedenen Unstimmigkeiten
aufzuklären und die faziellen Verhältnisse klarzustellen, soll
Aufgabe der folgenden Ausführungen sein.
Die
Psilonotenbank
wird normalerweise durch einen dunklen, bituminösen und detritogenen
Kalk gebildet, der stellenweise nur noch aus einem Komplex von
Muscheltrümmern und -schalen besteht. Der Horizontist teilweise bankig
1 In den Begleitworten zu Blatt Stuttgart 1 : 50 000 bezeichnet 1910 E. FrRAAS
diesen Horizont als unteren Arietenkalk.