Volltext : Mitteilungen der Geologischen Abteilung des Württembergischen Statistischen Landesamtes / hrsg. vom Württembergischen Statistischen Landesamt [Nr. 13 und Nr. 14] (13-14, 1930 [JVVNW 86, 1930])

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so daß also hier das sonst im allgemeinen für die Oolithenbank charakteristische
 Fossil schon recht weit unten vorkommt.
Etwa 5—6 m über der Psilonotenbank folgt in der Umgebung von
Vaihingen a. F. eine feinsandige, kristalline Kalkbank, die sehr häufig
Ps. Hagenowi Duncxg. führt. Nach FınokE soll dieses Ps. Hagenowi
Dunkg. zwar nicht ganz mit dem echten Ps. Hagenowi DUNnK. übereinstimmen,

Etwa 1 m über der Hagenowibank folgt in Vaihingen a. F. die
Subangularebank, eine detritogene Kalkbank, die recht häufig Cardinien,
Limen, Pecten, Ostreen, und Echinodermen-Reste führt. FINcka erwähnt
ferner Ps. subangulare Opp. Sie ließ sich nach S bis in die Tübinger Gegend
verfolgen, um dann auszukeilen. Im Schönbuch weist der Horizont
(Fohlenweide) in seinem unteren Teil feinkristalline und feinsandige
Ausbildung auf. Es deutet sich hier schon z. T. die sandige Fazies an,
die in den östlichen Gebieten dominiert. Wie wir später sehen werden,
bildet dieser Horizont die Äquivalente des unteren Sandsteinhorizontes
im Schurwald und nordöstlichen Württemberg.
Wenn nun FIncxE versucht hat, auf Grund dieser beiden Bänke,
der Hagenowibank und der Subangularebank, eine Zweiteilung der
Psilonotenschichten in der Stuttgarter Gegend durchzuführen, so muß
ich dem entschieden entgegentreten, da sich ja ca. 5—6 m unter der
Hagenowibank bei Vaihingen erst der eigentliche Psilonotenkalk findet,
und diese Bank führt ebenfalls Ps, subangulare OrpP. neben Ps. cf,
plicatulum Qu., Ps. Johnstoni und Ps. planorbis Sow. Es ist aber klar,
daß damit die Zweigliederung FIinoxE’s, wonach Ps. subangulare Orp.
die höhere Lage, Ps. Hagenowi Dung. den unteren Teil der Psilonotenschichten
 charakterisieren sollen, wegfallen muß. Ferner fand M. SCHMIDT
bei Bebenhausen Ps. Hagenowi schon in der eigentlichen Psilonotenbank.
Zwischen der Subangularebank und der Oolithenbank liegt wieder
ein System von dunklen Schiefertonen, denen einzelne auskeilende
Mergelkalklagen zwischengeschaltet sind. Paläontologisch ist für dieses
Schichtglied bedeutsam, daß Ps. Johnstoni und Ps. subangulare OrpP.
bis 50 cm unter die Oolithenbank hin vorkommen (Hechingen).
Die Mächtigkeit der Schichten zwischen Psilonotenbank und
Oolithenbank ist ziemlich starken Schwankungen unterworfen. Ausgehend
 von Vaihingen a. F. bleibt die Mächtigkeit gegen S bis
Dußlingen—Ofterdingen ziemlich gleich. Gegen SW dagegen beobachten
wir eine schwache Mächtigkeitsreduktion, ebenso von Öfterdingen gegen
S und SW bis Täbingen. Von hier aber in der Richtung auf Trossingen
stellen wir wieder eine Mächtigkeitszunahme fest: weiter in südl. Rich-
            
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