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Abb. 6. Das Naturschutzgebiet „Nägelesfelsen‘ bei Urach mit Eiben.
die Eiben unten und oben an den Talhängen und auf allen Expositionen,
auf den Felsen und noch häufiger im Wald, im geschlossenen Buchenwald
der Schattenseiten ebenso wie im lockeren Steppenheidewald der
sommerseitigen Hänge. Auch die Wuchsformen sind sehr mannig{faltig;
auf den Felsen wächst sie wie anderwärts buschförmig. Bei den baumförmigen
Eiben sind diejenigen mittlerer Größe am stärksten vertreten.
Doch finden sich auch zahlreiche ältere und recht stattliche Stücke
(z. B. 25 cm, 28 cm, 8 m, Abb. 11; 28 cm, 10 m). Bei manchen kann man
im Zweifel sein, ob.man sie als Baum oder als Busch bezeichnen soll,
wenn der Stamm sich in geringer Höhe über dem. Boden in zahlreiche
Äste teilt. Vielfach war jedoch die Entstehung gerade umgekehrt, daß
nämlich der Stamm aus zahlreichen Ausschlägen zusammengewachsen
ist, (Abb, 13 und 14.) Es ist irreführend, von solchen Scheinstämmen
Durchmesserangaben zu machen (hier findet man ab und zu Durchmesser
bis zu 50 und 60 cm). In der Literatur dürften sich manche
Stärkeangaben dieser Art finden, Die Oberamtsbeschreibung Geislingen
{1842) berichtet, daß der Eibenbaum auf den höchsten Felsen des Roggentals
vorkomme, jedoch nur noch in kümmerlichem Zustande; die
meisten Bäume seien im Abgehen und scheinen sich nicht mehr durch
Abkömmlinge regenerieren zu wollen.
Besonders zu erwähnen sind hier die Eiben von Steinenkirch,
die zu dem Eybacher Eibenvorkommen gehören. Im obersten Teil des
Magentäles, eines östlichen Seitentales des Roggentals, stehen etwa 50