st in 200 Jahren, von 1278 bis
477 erstanden. In der Lorenzkirche
ind drei große Kunstwerke: das
Zakramentshäuschen, der
roße Leuchter und der Eng—
ische Gruß ssiehe Bild S. 186).
Das Sakramentshäuschen ist ein
Werk Adam Kraffts. Mit ihm
chloß am 25. April 1493 der reiche
daufherr Hans Imhoff der ältere,
Pfleger der Pfarrkirche von St.
orenz, einen Vertrag, wonach
er sich verpflichtete, „ein schön
vohlgemacht künstlich und werklich
Zakramentshaus von Steinwerk“
iach seinem eigenen Entwurfe zu
nachen. In drei Jahren vollen—
ete der wackere Meister sein groß—
irtiges Werk. Er erhielt hierfür
rußer den vereinbarten 700 Gulden
ioch einen Ehrensold von 70 Gul—
den. Das wunderbare, 18,5 m
sohe Werk wird von den knieenden
Figuren des Meisters und der
»eiden Gesellen, die ihm haupt—
ächlich halfen, getragen. Über
snen befindet sich eine Galerie
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mit prächtiger Brüstung und dem
Tabernakel. Dasselbe wird durch eine
großartige, wie Filigran wirkende
Spitze von durchbrochener Arbeit ge—
rönt, in welcher, der Bestimmung
des Kunstwerkes entsprechend, die
zjanze Leidensgeschichte des Herrn
vargestellt ist. Die Leichtigkeit und
Zierlichkeit, mit welcher das Sakra—
mentshaus in großer Kühnheit him—
nelan strebt und, am Gewölbe an—
gekommen, sich leicht abwärts senkt,
als ob es bedaure, das Gewölbe nicht
urchsprengen zu können, machen er—
lärlich, daß das Volk glaubte, Meister
Krafft besitze das Geheimnis, die Steine
weich und wieder hart zu machen,
»der, daß von Technikern behauptet
vurde, es sei aus einer von Krafft
erfundenen Stuckmasse gefertigt wor—
den. Der große Leuchter der Lorenz—
irche, 482 Pfund schwer, wurde von
Peter Vischer bei seiner Aufnahme
in die Innung der Rotgießer 1489
gegossen und von der Familie Tucher
gestiftet. Von derselben Familie wurde
1568 der Englische Gruß gestiftet
siehe Bild S. 186, oben rechts), ein
yjon der Decke zwischen Chor und
Zchiff herabhängendes Holzschnitzwerk,
jefertigt von Veit Stoß. Inmitten
»es bemalten, von einem großen Rosen—
ranze umgebenen Schnitzwerkes be—
nerkt man die heilige Jungfrau und
den Engel Gabriel, umgeben von
“leinen musizierenden Engeln. Unter
dem Kranze schwebt die Schlange mit
dem Apfel und darüber liest man
das Wort Ave, umgekehrt Eva.
An der Sebalduskirche haben fünf
Jahrhunderte gearbeitet; doch erfolgten
Ausbau und Vollendung auch erst
n der Zeit der Macht und Wohl—
sabenheit der Stadt, so daß der gotisch
or,e, Haus in NRürnsera.
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