Full text : Bildersaal deutscher Geschichte

Stil vorwiegt.
Fins der größten
Kunstwerke der
Sebalduskirche ist
das Grabmal
des heiligen
Sebaldusssiehe
Bild S. 185), ge—
gossen, wie die
Inschrift sagt,
vom Jahre 1508
bis 1519 von Pe—
ter Vischer und
seinen fünf Söh—
nen,und ist allein
Got dem All—⸗
mechtigen zu Lob
und St. Sebald
dem himmelsfür—
sten zu Eren mit
hilff frummer leut
»vom allmussen be—
zahlt“. Das
Kunstwerk ist 4,37
mhoch, 2,6m lang,
1,17 mbreit, wiegt
6000 kg und hat
2402 Goldgulden
3 Pfund und 21
pPfennige gekostet.
Es ruht auf zwölf
Schnecken mit vier
Delphinen an
den Ecken; der
Sockel ist reich
ausgeschmückt mit
sinnbildlichen Ge—
stalten, Tugenden,
spielenden Kin—
dern, und an den
Ecken mit den
Figuren des Nim—
rod, Simson und
Perseus. Vier
Doppelpfeiler an
den Ecken und
vier einfache da—
zwischen tragen
die in Spitzbogen
sich wölbende
Decke, auf der,
dreifach abgeteilt, Bogen, Hallen, Pfeiler und Säulen drei kuppelartige
Pyramiden bilden. Die mittlere höhere Abteilung schmückt das Christus.
kind mit der Weltkugel. Vor den Pieilern stehen auf einenon Süuson die

zwölf Apostel, über
hnen befinden sich
die zwölf kleinen
Propheten. Um—
schlossen von den
Pfeilern, bedeckt
von dem kunst—
reichen Dach, ruht
auf einem Gestell
der eichene, mit
Gold und Silber
derzierte Sarg des
yeiligen Sebal—
Auus.
In der Zeit,
da das Kunsthand—
werk blühte, ent—
standen auch in
vielen Städten
dank der Wohl—
habenheit viele
prächtige Bür—
gerhäuser; denn
der reiche Bürger
wollte Freude an
dem Hause haben,
„es sollte ihn er—
freuen beim An—
rühren, beim An—
schauen, außen
und innen“. Die
vielen Bründe im
14. und 15. Jahr—
hundert hatteuun—
geheure Verwüs—
tungen angerichtet
und den Stadtrat
vielfach veranlaßt,
zu verordnen, daß
die neuen Bauten
aus dauerhafte—
rem Material,
aus Stein und
Ziegel oderwenig—
stens doch nicht
qanz aus Holz er—
richtet werden soll—
ten. Zoentstanden
als Prachtbauten
die städtischen
Wohnungen der
Fürsten, der großen Landadligen, der umliegenden Klöster, ferner die der
großen Kaufherren und anderer Patrizier. Leider sind aus dem 14. und
5. Jahrhundert nicht viele Denkmäler bürgerlicher Baukunst vorhonden;

Driginalzeichnung von F. Knab. (Text S. 191

—
Wavyhen des Todes

Der Tod und das Kind. Der Tod und die Nonne
Vier Abbildungen aus Holbeins Totentanz. (Text S. 193

Der Tod und der Geizhals.
            
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