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VI. Der Eisenaufbau,
sichtigte Drehungen des Stückes zu verhindern und dasselbe beim
Versetzen in die gewünschte Lage zu bringen. Große Sorgfalt muß
natürlich verwendet werden, um die Säulen ıns Lot zu setzen,
Dies geschieht durch Einziehen X-förmiger Versteifungen aus mit
Spannschlössern versehenen Drahtseilen zwischen die vertikalen Felder.
Die Spannschlösser werden umgedreht, bis die Vertikalstellung erreicht
ist und die Drahtseile so lange an Ort und Stelle belassen,
bis alle Verbindungen genietet sind.
Da die Säulen gewöhnlich in 2 stockigen Längen zur Verwendung
kommen, so versetzt der Derrick das Eisenwerk zweier Stockwerke
von einer Lage aus, dann wird er um 2 Stockwerke höher gesetzt.
Trotzdem es sich um schwere Teile handelt, geht dies mit großer
Leichtigkeit und Schnelligkeit vor sich. Die Zeit, während welcher
selbst die größten Derricks beim Versetzen außer Tätigkeit bleiben
müssen, überschreitet kaum je das Maß von 3% Stunden, Ja bei
manchen Bauten benötigte man dazu nur eine Stunde. Die Arbeit
geht so vor sich, daß zuerst der Ausleger abgenommen und durch
den Ständer mittels der am Derrick befindlichen Flaschen hochgezogen
wird. Dann wird der oben befindliche Ausleger als Ständer
zum Aufziehen des richtigen Ständers benutzt, und zu diesem Zweck von
seinem oberen Ende aus mit Ankerseilen verankert. Man benutzt also
die einzelnen Teile des Derricks dazu, sich gegenseitig hochzuheben.
Der Antrieb der Derricks geschieht meist durch Dampfmaschinen,
zuweilen auch mit Elektromotoren, welche in den unteren Stockwerken
aufgestellt sind. Die Verständigung zwischen dem Maschinisten
derselben und den Monteuren geschieht mit Glocken- oder
elektrischen Signalen, wenn beide einander nicht sehen können, sehr
häufig aber auch durch einen Mittelsmann, der sich so aufstellt, daß
er vom Maschinisten gesehen wird und selbst zu den Montagestellen
sehen kann, mit Handbewegungen, die ohne ein gesprochenes Wort
eine vollendete Sicherheit der Ausführung der beabsichtigten Manipulationen
ermöglichen.
Beim Bau des Municipal Gebäudes wurde ein besonderes System
elektrischer Signalübermittelung angewendet, der Signalmann, der
hoch oben stand, wo er die Bewegungen des Derricks wahrnehmen
konnte, hatte einen Gürtel umgeschnallt, auf welchem sich eine
Anzahl von Druckknöpfen befand, welche die im Maschinenhause
befindlichen Signale durch ein Kabel in Tätigkeit setzten, das mehrere
Paare isolierter Kupferdrähte enthielt und durch eine äußere Drahtumwicklung
geschützt war.