schon geschlossenen Lieferungsverträge mußten erfüllt werden, und
auch die Belieferung der unzähligen Händler, welche ihrerseits
Heeresaufträge zu betätigen hatten, erforderte die Anspannung aller
verfügbaren Kräfte. Da 26 Prozent der Belegschaft während der
ersten Mobilmachungstage zur Fahne gerufen wurden, und auch noch
Materialmangel sich stark fühlbar machte, wuchsen die Schwierigkeiten
an. Mit zäher Energie wurde auch das alles geleistet, ja Paul
Dick mußte sich noch die Zeit suchen, um den Anforderungen Genüge
zu leisten, welche an ihn als einen der größten Industriellen Württembergs
von Staat und Gemeinde gestellt wurden. In diesem Sinne war
er Vorkämpfer auf dem Gebiete der Wohnungs- und Siedlungspolitik,
trat tatkräftig für die Entwicklung der alkoholfreien Kaffee- und
Speisehäuser zur billigen Abgabe von Getränken und Speisen ein und
verwandte sich in aufopfernder Weise für den Bau des Neckarkanals
bis Eßlingen und dessen Finanzierung. Das größte Verdienst hat sich
Paul Dick aber an der Verlegung
der Höheren Maschinenbauschule
nach Eßlingen
erworben. Jahrelange
Kämpfe hat er geführt,
bis der Wettbewerb
Stuttgarts überwunden
war. Sowohl in ihrer Einrichtung
als auch nach ihrer
Bedeutung gilt diese technische
Mittelschule als eine
der besten des ganzen Reiches.
Sein Verständnis für
kommunale und soziale Fragen, seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied
im Verband Württ. Metall-Industrieller und als Eßlinger Gemeinderat,
seine mustergültigen Einrichtungen für Arbeiterfürsorge und nicht zuletzt
der Umstand, daß Paul Dick mit seinem Lebenswerk sich um die
Schaffung einer ganz neuen Industrie in Württemberg verdient gemacht
hat, machten seine Person weit über das engere Vaterland hinaus bekannt.
Die zweifellos überragenden Leistungen unseres Jubilars sind daher
auch von höchster Stelle gewürdigt worden, und aus Anlaß seines Geburtsfestes
hat S. M. König Wilhelm II. am 25. Februar 1910 Paul Dick
Höhere Maschinenbauschule in Eßlingen a. N.
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