den Titel eines Kgl. Württ. Kommerzienrats, am 5. Oktober 1916 aus
Anerkennung der Verdienste um die Förderung der Höheren Maschinenbauschule
Eßlingen das Ritterkreuz I. Klasse des Friedrichsordens
verliehen.
Am 9. November 1918 kam der unerwartete und unglückliche Ausgang
des Weltkrieges, welcher der gesamten deutschen Industrie außerordentliche
Schwierigkeiten bereitete. Bei dieser Gelegenheit soll hier
in Dankbarkeit der 34 Werksangehörigen gedacht sein, welche ihr
Leben auf dem Felde der Ehre geopfert haben. Der politische Zusammenbruch
Deutschlands traf mit seinen wirtschaftlichen Folgen auch
Paul Dick und sein Werk schwer. Mancher tüchtige Arbeiter ist nicht
mehr zurückgekehrt. Die Einführung des Achtstundentags, das Verlangen
der Arbeiterschaft nach höheren Löhnen und die planlose Wirtschaft
der Arbeiter- und Soldatenräte haben selbst den grundfestesten
Unternehmungen Wunden geschlagen. Die Zurückziehung aller Staatsaufträge
mit der Forderung, daß keine Arbeiter brotlos werden sollten,
die Einführung des Betriebsrätegesetzes, der Rückgang der Arbeitsleistung
auf nahezu der Hälfte der Vorkriegszeit, kurz die Revolution
und ihre Begleiterscheinungen erforderten die ganze Aufmerksamkeit
in der Geschäftsführung. Nur eines war günstig, eine Umstellung des
Betriebes mit ihren kostspieligen Folgen ist vermieden geblieben.
Statt nämlich die Industrie in ihrer klar erkannten Aufgabe zu
unterstützen und zu fördern, hat die nachrevolutionäre Regierung durch
vielfach verfehlte Gesetzgebung und industriefeindliche Haltung alle
Anstrengungen unwirksam gemacht. — Die Umstellung von Kriegsauf
Friedensfabrikation erfolgte in ganz Deutschland ziemlich rasch
und reibungslos, aber darüber hinaus erwog Paul Dick den Plan, die
Fabrikation von Feilen und Raspeln von der Werkzeugherstellung
und dem Großhandel abzusondern. Den getrennten Teilen sollte Gelegenheit
geboten werden, sich intensiv zu spezialisieren und auf diese
Weise den Aufbau zu fördern. Der Trennungsgedanke wurde am
ı. Juli 1919 in die Tat umgesetzt insofern, als Kommerzienrat Dick
die gesamte Feilen- und Raspelfabrik seinen beiden Söhnen, Otto und
Paul Dick jr., übertrug, während er selbst als Inhaber der Firma Paul F.
Dick die Stahlwaren- und Werkzeugfabrik beibehielt. — Der Plan war
gut, und wenn die erhofften Folgen nicht in ihrem ganzen Umfange
eingetreten sind, so trug die nachfolgende Inflation den überwiegenden
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