Volltext : Unsere Schwäbische Alb

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heiten. Wir bemerken nur noch, daß das Bild dieser echt mittel—
alterlich gehaltenen Burg don besonders gehoben wird durch eine
Anzahl von Türmen' (aiserturm, Bischofsturm, Markgrafen—
turm ꝛc.), die das Ganze zieren. Im übrigen darf ja freilich
dieses Bild, das die Burg, auf dem schlanken Kegel thronend,
äußerlich darbietet, als bekannt vorausgesetzt werden, da dasselbe
in unzähligen Darstellungen überallhin verbreitet ist.
Was die Geschichte der Burg und des Bergs betrifft,
so soll letzterer schon zur Römerzeit befestigt und mit einem
Merkurtempel geschmückt gewesen sein. Wenn'er später den Na—
men „Michael sberg“ trug, wie, freilich ebenfalls sagenhaft,
dehauptet wird, so würde dies auf eine altgermanische Kultus—
Wodans)-Stätte hinweisen, was der ganzen Lage nach immer—
hin wahrscheinlich ist. Uber den Bau der ältesten Burg
auf diesem Gipfel sind wir ebenso im Unklaren, wie über den
Namen desselben, obwohl das Wort „Zollern“ ( „apfenför—
mige Höhe“?) schon dutzende von Deutungen erhalten hat. Si—
cher ist nur, daß im Jahr 1061 dieser erstmals in einer (St.
Galler) Urkunde auftaucht, daß aber das Geschlecht, das ihn führt,
die Burg schon Jahrzehnte vorher im Besitz gehabt haben muß.
1428 wuürde diese erste Burg nach zehnmoͤnaͤtlicher Belagerung
hon den Reichsstädtern und der mit ihnen verbündeten Gräfin
Henriette von Württemberg der persönlichen grimmigen Feindin
des damaligen Burgherrn, Friedrichs des Ottingers (1102 1439)
rotz dessen tapferer Gegenwehr erobert und gänzlich zerstört.

Doch ein und dreißig Jahr darauf“
Da baut man Zolre wieder auf“ (1454),

und zwar in großartiger Weise und so, wie die heutigen Gebäude,
Türme und Baästeien es zeigen, die ganz noch auf den alten
Hrundrissen hergestellt sind.“ Es geschah dies in den Jahren
———
sen Bruder, der spätere Kaiser Wilhelm J. 1867 die Einweihung
vornahm.
Das Material, aus dem das Kaiserschloß hergestellt ward,
—
Balingen, und hat einmal Anlaß zu einer schnurrigen Geschichte
für Professor Quenstedt gegeben, die dieser selbst in seinem
Jura“ erzählt. Kommt da eines Tages sein „Dußlinger“
Petrefaktensammler) zu ihm und bringt ihm ein Ammoͤns—
horn (Ammomtes asgulatus Qu.), das nur im unteren Lias
orkommt, mit der Behauptung, er habe das Stuͤck auf dem
Gipfel des Hohenzollern gefunden. „Das ist unmöglich“, ruft
            
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