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bar hier, wie aan manch anderen Stellen der Alb auf vorge—
schichtliche Eisenschmelzen hinweisen.
Steigt man auf der Straße vollends bis zur Albhochebene
empor, so kann, man links zu den Ringwählen des Hoch—
bergs Geidenburren), oder rechts an den Kitzinghöfen? vor—
bei zu der Falkenhoͤhle (Fuchsloch) pilgern, anem tiefen
Felsenschlund, zu den man aber auf Leitern hinabsteigen muß.
Ueber die Geschichte des Schlosses Rosenstein und feinet
einstigen Bewohner wissen wir so gut wie nichts. Ursprünglich
wohl ein richtiges Raubritternest kam es später in den Besitz der
Wöllwarth, 'die sich dann aber, als die Gebäude auf dem
Berg altersschwach wurden, in Heubach ein Schloß bauten, das,
wie wir oben hörten, durch Heirat an einen Hauptmann von
Wesen und zuletzt an Württemberg kam.
Ueber den Untergang der Burg berichtet lediglich die Sage
und zwar in doppelter Version. Nach der einen Erzählung haͤtie
der Hauptmann einer Truppe, die Kaiser Rudolf von Habsburg
(um 1290) aussandte, um nebst vielen andern auch dieses Raub
nest zu zerstören, mit einem Fräulein im Schloß einen Liebes—
handel angefangen und wäre von dieser eines Rachts heimlich
(sogar durchs heimliche Gemach) eingelassen worden, worauf et
dann zum Dank dafür seinen Soldaten das Thor öffnete und die
Burg anzünden ließ. Eine andere Sage meldet, Ritter vom
Rosenstein haben einst im frevblem Mute“ ein Marienbild in der
benachbarten Beißwanger Kapelle (123 Stunden unterhalb
der Burg, zwischen Bargau und Oberböbingen) seines Gold—
schmucks berauben wollen“ Da kam ein schreckliches Gewitter, ein
Blitzstrahl schlug die Räuber in der Kapelle darnieder, zündete
aber gleichzeitig ihr Schloß auf dem Berg an, das gänzlich zu
Grund ging. Schade nur, daß die Kapelle erst am Ende des
17. Jahrhunderts erbaut worden ist, als der Rosenstein längst
in Trümmern lag!
Eine ähnliche Schauergeschichte umspielt die Ruinen des be—
nachbarten Lauterburg.“ Die drn des Schlosses hatte ein
strafliches Verhältnis mit einem fremden Ritter und ließ diesen
ihren Buhlen zu sich ein, als ihr Gemahl eines Tages auf die
Jagd geritten war. Früher als sie erwartet kommt dieser zurück
und ꝓocht wild an die Pforte. Das ehehrecherische Weib geht end⸗
lich hinab, ihm zu öffnen, läßt aber im Schrecken den Schmal topf
am Feuer stehen, das sie in der Küche angezündet, um *
Liebsten sein Leihmahl zu kochen. Das Schmalz entzündet sich
und im Nu steht die ganze Burg in Flammen. Der Hert
des Schlosses, der draußen wartet, bekommt nur noch die
beiden verkohlten Leichen des buhlerischen Paars zu Gesicht und