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Weinhaus am See. Seitenansichten, unten Grundrisse.
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Aus der guten alten seit.)Ruerenge
en Rummer eine Keschreibung des stattlichen Hauses aus
wildberg unterbleiben. Wir möchten heute noch einmal
auf dasselbe zurückkommen und noch einige Bemerkungen
dazu nachtragen. Das haus mag aus der Zeit um 1800
stammen und ist an der Talstraße, am Beginn eines steilen
Zergabhangs gelegen. Die ganze Anlage dehnt sich in
der Tängsrichtung aus, einmal dem Zug jener ZSeit folgend,
die im Gegensatz zur alten deutschen Gewohnheit, die Giebel
der Straße zuzukehren, nach fremden Vorbildern die Trauf⸗
seite an die Straße legte, dann aber auch aus zwingenden
praktischen Gründen, weil der schmale Talstreifen entlang
dem Fluß gerade noch für die Straße Platz gab. Dann
beginnt sofort der Bergabhang,
dem erst der Raum für haus
und Garten abgewonnen werden
mußte. Um nicht zu tief in den
Berg hineinzukommen, war es so
das natürliche, die Langseite nicht
quer zum Berg zu richten. Durch
eine Stützmauer entlang der Straße
wurde für den Garten die nötige
ebene Fläche geschaffen. Das
eigentliche Wohngeschoß ist über
die Gartenoberfläche erhöht durch
ein Untergeschoß, das allerhand
Nebengelasse enthält. Sehr eigen⸗
artig ist die Dachbildung. Wir
sehen hier eine Mischform zwi⸗
schen dem damals neuaufgekom⸗
menen franzoͤsischen Mansarddach
und dem behäbigen deutschen
hiebeldach mit kleiner Abwalmung. Die steilere Dach—
läche unterhalb des Dachbruchs ist auch auf der Giebei—
eite weitergeführt, wie man es sonst selten sieht. Darüber
euchtet noch einmal die weiße Giebelfläche, mit einem
inzigen kleinen Fensterchen durchbrochen. Auch der Staren⸗
zasten fehlt nicht. In regelmäßiger Verteilung sind auf
ie untere Dachfläche einfache Dachaufbauten gesetzt. Ein
leines Ziegeldächlein schützt dann noch den Anschluß der
Nachfläche an die Giebelwand. Die Ecken sind durch
innenkästen besonders markiert, die Fenster mit Klappäden
versehen, sonst alles ganz schlicht und einfach be—
dandelt. Ein Spaliergang verbindet das haus mit einem
übschen, ziemlich großen Gartenhaus, das unten eine
ffene Laube, oben ein kleines Zimmer enthält. Der
Gartenzaun auf der Mauer ist
allerdings schon ein Raub der
Zeit geworden. Aus der ganzen
Anlage des Hhauses mit allem was
drum und dran ist, spricht so recht
der Sinn jener Zeit für behag—
liches, vornehmes Wohnen und
Leben, ohne Aufdringlichkeit nach
außen. Einen anderen Charakter
trägt die Abbildung eines
elsässischen Hauses in der heutigen
Nummer. Das Elsaß ist noch sehr
reich an schönen alten Bauten von
kerndeutschem Gepräge, nament⸗
lich auch von schönen alten Holz⸗
bauten. Meist sind dieselben mit
schnitzereien aller Art und mit
Drechslerarbeiten an Geländern,
dolzsäulen u. dergl. geschmückt.
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Aus der guten alten Zeit. (Aus dem Elsaß.)
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