Volltext : Für Bauplatz und Werkstatt / Mitteilungen der Württemberg. Beratungsstelle für das Baugewerbe (Jg. 1918, Bd. 13, Heft 1/12)

zür Baupla
and Werkf 9—

Mitteilungen der Beratungsstelle für das Baugewerbe
herausgegeben von der Königl. Zentralstelle für Gewerbo und handel

13. Jahrgang.

Stuttgart, April 1918. J

2 Nummer 4. S

Aus einer Fabriksiedelung — Wohnhaus für einen Meister.

Der durch den
Krieg verursachte
Rohstoffmangel
wird die Industrie
noch auf lange
Jahre hinaus in
die Notwendig⸗
zeit versetzen, die
Fabrikation auf
eine möglichst
hochwertige Ver⸗
arbeitung der er⸗
reichbaren Roh⸗
stoffe einzustellen.
hierzu bedürfen
aber die einzel⸗
nen Werke gut
eingelernter und
auch anhänglicher
Arbeiter. Nichts
dermag nun so
sehr wenigstens
einen gewissen
5stamm solcher
Arbeitskräfte
heranzubilden
und auch zu hal⸗
ten, als eine
weise Wohnung⸗
fürsorge. Es ist
deshalb voraus⸗
zusehen, daß die
Industrie, sobald
die Bautätigkeit
wieder aufge⸗
nommen werden
kann, im eigenen
Interesse erneut
an die schon früher
in ihrer ganzen
Wichtigkeit er⸗
kannten Aufgabe
der Wohnungs⸗
beschaffang für
Angestellte und
Arbeiter gehen
wird.
Frũhzeitige u.

us einer ZJabriksiedelung. Wohnhaus für einen Meister.
Entwurf von Regierungsbaumeister W. Jost.

&

nicht ohne fach⸗
männischen Rat
durchgeführte
Grundstüũcksauf⸗
käufe sowie gut
durchgearbeitete
Bebauungsplaäne
sind bei den ge⸗
tteigerten Erstel⸗
lungskosten von
Neubauten dop⸗
pelt angezeigt.
Auch durch die
Beachtung der
neuerdings von
fast allen Bundes⸗
staaten gewähr⸗
ten Bauerleichte⸗
rungen kann ein
gewisser KAus⸗
gleich gegenũber
den durch die all⸗
gemeine Teue⸗
rung verursach⸗
ten höheren
Erstellungs kosten
der einzelnen
Haãuser geschaffen
werden. Was
ferner durch die
Anlage z3weck⸗
mäßig geführter
und bemessener
Straßen gewon⸗
nen werden kann,
ist größer als
gemeinhin an—⸗
genommen wird.
Jeder Grashalm,
der zwischen dem
pflaster einer
sStraße sproßt, ist
ein Protest der
Natur. Nichts
anderes besagt
er, als daß hier
ein Garten grü⸗
nen könne, wo
            
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