des bunt Zusammengewürfelten machen müßte. — Das chwäbischer Zimmermannskunst. Freilich sind sie oft genug
Besondere des Kriegerhausrats wird also eine ge⸗ imnter der Putzdecke verborgen, die eine verständnislose Zeit
wisse Vereinheitlichung sein, die sich aber nicht auf die Form elbst ũber Meisterwerke von Fachwerkbauten legte. So war
der Mobel, sondern auf deren Grundmaße beziehen soll. ruch der abgebildete Bau bis in unsere Zeit herein ver⸗
Die einzelne Einrichtung ist auf gewissen Grundformen oↄutzt und erst durch die Baufälligkeit des Giebels kam
aufzubauen, die in weitgehendstem Maß unter einander nan dahinter, welch prachtvolles Zimmermannswerk der
onbinationsfähig sein müssen. Ob diese Grundformen für Iutz verdeckte. Als der Maurer begann, den Putz des Giebels
sich einfach oder reicher sind, ist von nebensächlicher Be- bzuschlagen, da zeigte sich, daß unter dem altersgrauen Mör⸗
deutung. Doch tel das schönste
wird es gut sein, holzfachwerk sei⸗
nehrere Grund⸗ ner Entdeckung
formreihen zu harrte, ein Fach⸗
entwerfen, um werk, das dem
den von Ge— des Rathauses an
schmack u. Kauf⸗ Schönheit und
kraft abhängi⸗ Pracht nicht viel
gen Wünschen nachstand. Der
entgegenkommen Giebel wurde
zu koͤnnen. wieder senkrecht
Die Festle⸗ gestellt und gut
gung gewisser mit der übrigen
Grundformen Dachkonstruktion
und Grundmaße verbunden und
für jeglichen nun kam die
Hausrat, die Frage: Soll das
zqhaffung soge⸗ Fachwerk offen
nannier Ein⸗ bleiben oder soll
heitsmöbel es unter einem
würde übrigens neuen Moͤrtelbe⸗
dem Kleinwoh⸗ wurf wieder ver⸗
aungsbau sehr schwinden? Der
zuträglich sein. Bund für hei—
Es würde eine matschutz, der um
große Erleichte⸗ Rat befragt
rung für den Ent⸗ wurde, hielt das
wurf von KUlein⸗ Fachwerk für
wohnungs grund⸗ schön genug, es
rissen bedeuten, offen zu lassen.
wenn über die ge⸗ Trotz großerer
ringstzulässigen Kosten, zu denen
Maße der Stell⸗ auch der Bund
wãnde durchaus für Heimatschutz
festliegende Mö⸗ deisteuerte, ent⸗
belmaße vorlä⸗ schloß sich infolge⸗
gen. Es würde dessen der Haus⸗
dann nicht vor—⸗ besitzer, das Holz⸗
kommen können, werk offen zu
daß die vom Ar⸗ lassen. Die Sach⸗
hitekten geplante werke wurden
Derteilung von wieder ausge⸗
BZett, Schrank, mauert, fehlende
Tisch und Bank holznägel und
aicht durchgeführt Gesimsstũcke er⸗
werden kann, etzt und die Fel⸗
veil irgend eines der zwischen den
oon diesen Stũcken Pfosten, den ge⸗
die verfügbare chweiften Bugen
Wandfläche um und Riegeln wie⸗
einige Zentimeter ũberschreitet, so daß nun eine Umstellung der verputzt. Und um einen immer wieder erneuerungs⸗
der Möbel notwendig wird und diese nicht mehr in der vor- dedürftigen Olfarbanstrich zu vermeiden, wurde das ganze
teilhaftesten Weise gestellt werden können, wodurch die an chtbare Holz mit Salzsäurelösung überstrichen, mit der
sich schon enaräumide Wohnung noch mehr beendt X* eee einer CLötlampe abgebrannt und zuletzt mit
—8 F7577] 5ahlbürsten abgebürstet. So zeigt das ganze Sachwerk
fF achwerkhaus in Markgröningen. Jieselbe warme Tönung wie das — Rathauses,
Der schon ausf dem MNarktplaß unseres chönen schwä⸗ die kein Maler mit seiner Olfarbe nachzuahmen im Stande
bischen Städtchens Markgröningen stand, der konnte des st. So ist Markgröningen, das wegen seiner Fachwerk⸗
indrucks sich nicht erwehren, den der stolze Rathausbau hauten bereits eine gewisse Berühmtheit unter den Ver⸗
auf ihn macht. Wie unsere Abbildung zeigt, gibt es aber hrern alter Handwerkskunst besitzt, um einen neuen An⸗
nuch unter den Bürgerhäusern stattliche Vertreter alt-⸗ iehungspunkt reicher.
Derantw.Schriftl. Oberbaurat Paulsschmohl, Dir. — —
rmn Carl GrüningerNachf. Ernit Kett, sämtl. in Stuttgart. — Sür d. Zezieher d. Gewerbebl. d. Württ. unentaeltl. Im Buchhandel M. 3. 50 iährl
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MNarkaröningen.