ir Baupio
und Werkftant
tteilungen der Beratungsstelle für das Baugewerbe
herausgegeben von der Königl. Zentralstelle für Gewerbe und Handel
29 13. Jahrgang. F.
Stuttgart, August 1018. t
—
9 nummer 8.
Verwaltungsgebäude für eine
holzbearbeitungsgenossenschaft.
In unseren heutigen Abbildungen zeigen wir die Uber⸗
arbeitung des Entwurfs zu einem Verwaltungsgebäude
für eine Holzbearbeitungsgenossenschaft.
Das Gebäude soll enthalten: Büroräume für den
Direktor der Genossenschaft und das kaufmännische Per⸗
sonal, eine Wohnung für den Platzaufseher und im oberen
Stock die Woh⸗
nung für den
Direktor. Die
Cage des Hau⸗
jes ist so ge⸗
wählt, daß
pom Erker des
Direktorzim⸗
mers, wie auch
vom kauf⸗
maãnnischen
Bũüro aus der
Zufahrtsweg
zum Säge⸗
werk und der
ganze holz⸗
lagerplatz
übersehen wer⸗
den kann.
Neben diesen
beiden Räu—⸗
nen ist im
Erdgeschoß
noch eine
kleine Drei⸗
zimmerwoh⸗
nung für den
Platzaufseher
untergebracht.
Das kauf⸗
mãnnische
Buro hat einen besonderen Eingang vom Zufahrtsweg zum
Sägewerk aus erhalten. Die Aufseherwohnung ist vom Vor⸗
platz des Treppenhauses zur Direktorwohnung aus zugãäng⸗
lich. Von hier aus führt auch eine Tür ins Direktorzimmer.
Die Wohnung im ersten Stock ist sehr geräumig und ent⸗
hält vier Zimmer, Küche, Bad und eine geschlossene CLaube,
die zugleich die Beleuchtung des Vorplatzes vermittelt.
Die Umfassungswände des Erdgeschosses sind in Back⸗
stein ausgeführt gedacht, der Einbau desselben sowie der
zanze erste Stoch in Riegelfachwerk, außen mit einem
Schindelschirm versehen. Da die Erstellung des Gebäudes
sofort in Angriff genommen und dasselbe noch dieses Jahr
unter Dach gebracht werden soll, wurde bei der Kon⸗
struktion des hauses und bei der Auswahl der Bau⸗
materialien darauf Bedacht genommen, daß die Holzbe⸗
arbeitungsgenossenschaft möglichst viel aus den eigenen
dolzvorräten selbst herstellen konnte und so die ——
anderer Bau⸗
materialien
unnötig ge⸗
macht wurde.
so werden u.
a. in die Be⸗
tondecke über
dem Unter⸗
geschoß nied⸗
rige Ripphöl⸗
zer so einbeto⸗
niert, daß sie
oben etwa
ioch 4 Btm.
überstehen.
Darauf wer⸗
den forchene
Riemenbõden
verlegt. Der
Zzwischenraum
zwischen Be⸗
ton⸗ und Holz⸗
boden wird
mit Schlacken⸗
grus ausge⸗
füllt. Auch im
ersten Stock
verden vorerst
Kiemen böden
gelegt. Später
wird dann auf
diesen Holzböden ein Linoleumbelag mit Filzpappeunterlage
ingebracht. Statt Stoffspannung im Treppenhaus wird ein
zestemmtes Holzgetäfer verwendet. Ein Olfarbanstrich muß
atũrlich jetzt unterbleiben. Die Schreinerarbeiten im Innern
des Hauses werden vorerst mit Säurebeizen behandelt. So
nuß man sich über die Schwierigkeiten, die die Kriegsver⸗
jältnisse für das Bauen in jetziger Zeit mit sich bringen,
sinweg zuhelfen versuchen. — Interessant dürfte sein, wie
soch sich die Kosten der Ausführung bei den heutigen Bau⸗
naterialienpreisen und CLöhnen belaufen. Wenn es uns
nöglich ist, werden wir spaͤter hierüber Näheres berichten.
Derwaltungsgebãude. Entwurf der
zeratungsstelle; für das Baugewerbe.
5