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Linke Nebenfseite.
äußerlich betrachtet, nicht nur jede Ubereinstimmung unter
denselben vernichtet, sondern sogar eine bewußte Abweichung
ind Sonderbetonung beobachtet wird, die heute in mehr
als einer Hinsicht bedenklich ist. Sind schon die gewählten
Brundrisse der Gebäude sehr verschieden nach Umrißform,
Hröße, Einteilung, Treppenanlage usw. untereinander, so
ist es der Aufbau der häuser über denselben natürlicher⸗
weise noch mehr. Insbesondere aber beim Dach häufen
ich die unschönen, oft sehr zerrissenen
kösungen in bedenklicher Weise.
Ddazu tritt die Verschiedenheit der
Zaumaterialien, so daß man sich
in mancher Straße in eine Bau—
naterialienausstellung versetzt glaubt,
die in ihrer Vielseitigkeit nicht sorg⸗
licher hätte angelegt werden können.
Einzelform und Sarbe tun noch
ein Übriges, die etwa vorhandene
Abereinssimmung mit Nachbar⸗
gebäuden oder der umgebenden
Natur vollends zu zerstören, so daß
womõglich ein Uberbieten und Über⸗
chreien von einem Haus zum andern
das Endergebnis ist. Es ist, als ob
dielfach noch mechanisch in einer Art
don Unterbewußtsein gebaut würde,
ohne streng sachliche Uberlegung
und Erkennung des Wohnanspruchs,
oon Größe, Zweck und Kosten der
Zauten mit ihren oft üblen wirt⸗
chaftlichen und sozialen nebenwirkungen auf die Bewohner,
scheinbar ohne tieferen Sinn für technische, wirtschaftliche,
zesundheitliche und soziale wie künstlerische und rechtliche
Fragen, deren Lösung gerade der Kleinhausbau in seinem
Teil gebieterisch fordert, wenn er seinen Zweck nicht gänz⸗
lich verfehlen will.
Oergegenwärtigen wir uns aber auch noch, welche
ungeheure Summen von Arbeit, Zeit und Geld Bauherr,
Architekt, Handwerker, Baubehörde usw. nur in dem
Wettlauf zur Gewinnung immer neuer, anders geformter
Aleinhausbauten auf dem langen und mühsamen Weg
von der Planung bis zur Fertigstellung aufbringen müssen,
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Vorderseite.
ind vergleichen hiemit das obengeschilderte wenig erfreu⸗
iche Ergebnis, so muß diese Erkenntnis allein schon
rschüttern und haltgebietend wirken. Daß diese Ver—⸗
euerung gerade die Kreise trifft, die wirtschaftlich am
chwächsten sind, vergrößert das Übel leider noch mehr.
der gegenwärtige Krieg, der uns bis ins Mark hinein
urchläutert, die Grundfesten unserer Volkskraft erbeben
nacht und letztere schmälert, fordert außerdem, daß von
nun ab restlos das Bestmöglichste
geschieht, das Kleinhaus so billig und
in so großer Zahl als möglich zu
heschaffen, um die Wiedererstarkung
und Mehrung der Volkskraft zu
erlangen. Dies alles zusammen⸗
zenommen, bedeutet für uns auch,
daß das Kleinhaus künftig in allen
zuständen seiner Entwichlung von
der Planung bis zur Schlüsselüber⸗
gabe mit Aufwand geringster Kräfte,
Leistungen und Mittel seitens aller
Zeteiligten geschaffen werde. Wir
nüssen demnach unsere Richtung
ändern.
In diesem Streben können uns
unsere Vorfahren zum Vorbild die⸗
nen, namentlich wenn es die Wahl
des Grundrisses und des Aufbaus
zilt. Sie scheuten sich nicht, bewährte
Frundrisse und Gebäude für gleiche
oder ähnliche Wohnbedürfnisse an
ꝛiner und derselben Straße wiederholt auszuführen und deren
Jufbau eine so wohltuende Ubereinstimmung untereinander
u geben, die uns heute noch anzieht, wenn wir diese
Zauten von Anfang bis Mitte des letzten Jahrhunderts
»ewundern. Sie wußten nichts von Typenbau, aber sie
zerstanden es mit großer Sicherheit und Meisterschaft,
zauten für gleiche Z3wecke in größerer Zahl aneinander
zu reihen, auch ohne langweilig zu werden.
Wenn so fur die Zukunft von fachkundigen Stellen
zewährte Grundrisse und Aufrisse aufgestellt und ausgewählt
ind für die Ausführung empfohlen und genommen
verden, so können die vielen früheren zersplitterten Kräfte
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Cageplan.
FJ