Der Holzbau (Zimmerarbeiten]).
Die Veröffentlichungen über „Holz und Holzbau” in Heft 4—6, Jahrgang 1930 in der Zeitschrift „Für Bauplatz und
Nerkstatt' sind in einer Sonderausgabe rasch abgesebt worden, ein Zeichen dafür, daß dieses Gebiet grobe Beachtung
gefunden hat. Die hier veröffentlichte Abhandlung über Holzbauweisen (Zimmerarbeiten) soll in Anlehnung
an die erste Ausgabe erscheinen, jedoch unter Einordnung des Themas in unser fortlaufendes Programm „Baukunde
‘ür die Praxis”, Alle diejenigen Teile, die in das Gebiet der Schreinerarbeiten gehören, werden hier nicht behandelt,
sondern folgen später in einer besonderen Abhandlung. Als Besonderheit bringen wir einige neue Holzbauweisen,
die wegen ihrer billigen Herstellung und einfachen Konstruktion beachtlich erscheinen.
Wichtig ist, daß mit dem Holzhausbau (Fachwerkbau) eine wesentliche Verbilligung gegenüber anderen Bauweisen
arreicht wird, ebenso wichtig ist aber, daß die anerkannte Güte der Holzhäuser nicht durch unsachgemäße Konstruklionen
in Mikkredit kommt und daß die Wissenschaft sich um Ausschaltung der dem Holzbau anhaftenden Gefahren
weiter bemüht und dem Techniker wirksame Mittel zur Bekämpfung von Schwamm, Feuer, Insekten usw. an
dıe Hand gibt, Die Verhinderung von Rissebildung ist die Hauptaufgabe des Konstrukteurs, Wir machen hierbei auf
die Gütevorschriffen für Holzhäuser des Deutschen Normen-Ausschusses aufmerksam, die folgende Kapitel behandeln:
Schuß gegen Feuchtigkeit — Schub gegen Feuer — Wärmehaltung — Schalldämpfung — Standsicherheit und Lebensdauer
— Werkstoff — Ausführung. Verbindlich ist die jeweils neueste Ausgabe des Normenblattes, das durch den
3Zeuth-Verlag Berlin S 14 zu beziehen ist. In Bezug auf die handwerksgerechte Ausführung von Zimmerarbeiten vereisen
wir auf die VOB
Physikalische Eigenschaften.
Schwindmasse vom grünen Zustand bis zum lufttrockenen im
Durchschnitt:
n der Längsrichtung (Achse) ........0.0.000040400 0,1%
in der Spiegelrichtung (Radius) .............. 3—5%
ın der Umfangsrichtung (Sehne) ............. 6—10°%
Wassergehalt:
grünes Holz ......0000000044404+ 35-—50%
6 Monate nach dem Fällen ........ ca. 30%
luftHrockenes Holz 2/2 —3 Jahre ..... 12--209%
$pezifisches Gewicht aller Hölzer: 1,56 (reiner Holzsfoff)
Holzart !
Ahornholz , .......04
Akazienholz. ........
Apfelbaum ‚.....0004
HT
jimbaum ......00
Zuchsbaum ..... 2...
-:benholz ‚..0..0.0044
Ziche, jung. ......,..
ziche, 300 Jahre. .. 4
Zisenholz ....., „.
SEE = si wa me ;
3sche, jung .... We
zsche, 300 Jahre . E&H
ichte, Rottanne Wu
Kastanie ...........
dikoryholz . .........
Ziefer (Föhre) ........
irschbaum ... „0
„ärche ....... 1...
U
Aahagoni .........1.
Jußbaum .......0.40.
egop-pins En
%ppSl +. > © 2 wm
-
zed-pine ...... x
Rotbuche ...... .
‚anne (Weißtanne). ...
’anne, 300 Jahre ......
"eakholz ...........
Jime (Rüster) ........
Weide ......0.0.0.00.04
Weißbuche ...
Zeder
Raumgewicht
luft#r.
0,68
0,74
0,67
0,60
2,69
0,97
1,25
9.72
1,15
0,52
0,74
0,47
2,65
2,83
2,52
2,58
162
2,52
: 79
72
52
42
1,01
),77
72
146
2,89
),70
144
Y
Härte '
Harzgehalt
ka/cbm
3:5—6,6
18,6—19,6
174 —-18,8
bis 61
3 1-—8,2
Dauer
Größe des Schwindens in Richtung
Achse % Radius %/, Sehne %/,
N.
3.3
6,6
0,1
0
3,0
29
7,4
9,3
12,7
10,2
4,1
7,5
78
A
nA
7
A7
;
4
R
5,1
6,6
7,0
6,2
59
\*
Fr
„+4
0
5,7
6,9
6,3
11,5
1,8
6:2
11,5
64
0,4
0.1
6.6
2.6
ü
G1
A
5.0
9
42
8,1
6,7
81
nn
ec.
6,2
7,3
10,9
34
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1.5
D.U
ER = a ————— d——————— di z—__. _Z—— —_. ___.. — a =
Bei Härte bedeutet 1= sehr hart, 2= hart, 3= ziemlich hart, 4=weich, 5—sehr weich. — Bei Dauerhaftigkeit (Wechsel
von Nak und Trocken) bedeutet 1= sehr dauerhaft. 2 — dauerhaft, 3 aerinae Dauer und 4 —sehr aerinae Dauer
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