Die Verlegung des Tecuta-Klebedaches
Die Holzschalung muß aus trockenen, zölligen, gespundeten
Schalbrettern von höchstens 12-15 cm Breite bestehen. Die
3Zretter müssen sorgfältig genagelt sein. Überstehende Brettstöße
müssen abgehobelt werden. Nach Verlegung der Holzschalung
ist sofort Dachpappe aufzubringen, damit die Schaung
vor Nässe geschübt ist.
Wird Beton als Unterlage gewählt, so muß derselbe mit einem
sauberen Glattstrich versehen werden. Der Beton muß
zunächst mit Dachlack gestrichen und dann mit einer Lage
3Zitumenpappe mit Betonklebemasse geklebt werden.
Die Verlegung von Tecuta darf nur bei trockener Witterung
vorgenommen werden, Auf nasser Unterlage bindet die
Tecutaklebemasse nicht ab. Die Verlegung wird durch Abb. 69
veranschaulicht. Das Einrollen geschieht nach genauem Anschnüren
der Bahnen durch einen Arbeiter, der hinter der
Rolle kniet, mit den Händen die Metallrohre fest auf die Unjerlage
drückt und langsam in die durch einen zweiten Arbei-'er
vor die Rolle geschüttete Klebemasse einrollt, Der zweije
Arbeiter sorgt mittels schmaler Holzspachtel dafür, daß
sich die Klebemasse gleichmäßig vor der Rolle herschiebt
und nicht zu viel über den Rand der Rolle herausquillt. Das
Einrollen erfolgt bei flachen Dächern von Traufe zu First, bei
steilen Dächern ist ein Arbeiten in umgekehrter Richtung
günstiger, Am First und Grat werden die laufenden Bahnen
ibereinandergeklappt, geklebt und mit Kupfernägel eng genagelt,
Ein Deckstreifen von 15cm Breite wird alsdann über
Zirst und Grat geklebt. An Stelle des Deckstreifens kann auch
aine Deckleiste aus 0,5mm halbhartem Kupfer aufgeschraubt
werden. Es ist wichtig, daß die Metallbahnen am höchsten
Punkt jeweils durch Nagelung oder Doppelverfalzung und
Hafterbefestigung fest mit der Unterlage verbunden werden,
damit sie in der Sonnenwärme nicht abrutschen. Dies gilt insnesondere
für steile Dachflächen.
Für Kehlbahnen muß Tecuta 0,3 mm verarbeitet werden, Besondere
Sorgfalt ist auf die gute Klebung der Kehlbahnen
zu verwenden, Die in die Kehlbahnen mündenden Blechbahnen
und Deckstreifen werden mit der Kehlbahn durch
Doppelfalz verbunden,
Die Einkleidung von Kaminen, Oberlichtern oder Mauern
nuß mit 0,3 mm Tecuta vorgenommen werden. Sie erfolgt
1ach üblichem Falzsystem. Der Dachbelag wird mit der Ein-'assung
ebenfalls durch Doppelfalz (mit Hafter versehen) veraunden.
Bei Einfassung von großen Oberlichtern und langen
Mauern müssen Dehnungsfalze vorgesehen werden.
Die Tecuta-Klebemasse muß, um gebrauchsfähig zu sein, in
dickwandigem Asphaltschmelzkessel unter stetem Umrühren
auf etwa 180 - 200° angewärmt werden. Ein Überhigen (Anzeichen
hierfür sind gelbe Dämpfe) darf nicht stattfinden, da
sich in diesem Falle die Masse zersett und für die Klebung
ıicht mehr geeignet ist. Die Masse muß ständig gut durch-Jearbeitet
werden, damit sie sich nicht entmischt und am Boden
des Kessels sich kein Belag bildet. Verbrannie oder
antmischte Tecuta-Klebemasse darf nicht verwendet werden.
Dachrinnen
3ei einfachen Wohngebäuden mit Giebeldächern mit einer
ainseitigen Dachfläche bis zu 70 qm reicht eine halbrunde
(reihängende Dachrinne mit einer Abwicklung von 28,5 cm
77 teilig), bei größeren Flächen bis zu 120 qm, 33 cm Abwicklung
(6teilig), bei noch größeren Flächen über 120 qm eine
solche von 40 cm (5 teilig) Abwicklung. Die hiezu nötigen
Rinneisen (Träger) von Flacheisen müssen eine Stärke von
nindestens 30X5 mm haben, damit man bei einer evt. Rearatur
nicht Gefahr läuft, durchzubrechen (baupolizeiliche
/orschrift). Sie müssen so angebracht werden, daß die Rinne
Janz frei ist, d.h. die Rinne ist mit einem Traufblech zu verjehen,
damit der Ziegel, Schiefer etc. nicht in die Rinne heraäinragt,
also fußfrei ist.
3eim Anbringen obengenannter Dachrinne ist darauf zu achen,
daß die vordere Wulst mindestens */, cm tiefer liegt als
die hintere Kante der Rinne, so daß bei einem evt. Überaufen
(durch Verstopfung) das Wasser nicht am Gebäude
ıerunterläuft und so eine Beschädigung vermieden wird,
ferner ist darauf acht zu geben, daß beim Anlegen der Rin-18
ein kleines Gefälle zum Ablaufrohr (*/4 °/) vorhanden ist,
Jamit nicht das Wasser in der Rinne stehen bleibt. Ungenüjendes
Gefälle hat eine raschere Zerstörung des Materials
zur Folge. Das Gefälle soll nicht mehr als 10 m Länge betra-Jen,
da durch größere Längen die Ansicht beeinträchtigt wird
ınd bei einem stärkeren Regenniederschlag die Rinne überäuft,
Als Material zu Dachrinnen ist zu empfehlen:
:ür 5- und 6-teilige Rinnen soll feuerverzinktes Blech Nr. 22
‚erwendet werden, die Nähte sollen genietet und verlötet,
die Winkel und Boden gefalzt und verlötet werden. Es gibt
auch Winkel, welche autogen geschweißt sind.
-ür die 5-teilige Rinne ist genau dieselbe Verarbeitung wie
‚or maßgebend, jedoch soll hier verzinktes Blech Nr. 21 gevählt
werden, auch sind verbleite Bleche Nr. 22 und Nr. 21
zu empfehlen.
zei Verwendung vorhergenannter Materialien ist es dringend
1otwendig, vor Anbringen der Rinne die Bleche mit einem
3Zrundanstrich Bleimennige oder einer guten Olfarbe zu ver-‚sehen.
Wenn die Rinne vor dem Anbringen nicht gestrichen
wird, so kann sie unter Umständen nur noch teilweise ge-;trichen
werden und es tritt dann eine frühere Zerstörung
des Materials ein.
Hinnenkessel oder Erweiterungen am Übergang der Dachinnen
zum Abfallrohr werden hauptsächlich dort verwendet,
vo zwei Rinnengefälle oder aber, wo eine Dach- oder Wandcehle
zwischen 2 Gebäuden oder 2 Giebeln in das Ablaufohr
einmünden; es wird dadurch das Überspringen der
Nassermassen verhindert. Als Rinnenkessel ist eine möglichst
sinfache Form zu wählen. Auch sollte ein Augenmerk darauf
jerichtet werden, daß die Wassermenge so reibungslos als
nöglich von der Rinne durch den Kessel ins Ablaufrohr fließt,
-ür Rinnenkessel ist als Material in der Regel Zink Nr. 14
oder Nr. 15 zu wählen.
Abfallrohre
Die Querschnitte der Abfallröhren sind:
3ei Dachrinnen mit einem Umfang von 28,5cm 8 cm Durchm.
oder Zuschnitt von 28'/2 cm.
Umfang von 33 cm 10 cm Durchm.
oder Zuschnitt von 33 !/; cm
Umfang von 40 cm 12 cm Durchm.
oder Zuschnitt von 40 cm.
Zur Herstellung verwendet man entweder feuerverZinkte
3zleche Nr. 22 oder Nr. 21, die gefalzt oder gelötet werden,
der Zink Nr. 10, 11 oder 12.
‚ebtere wendet man ausschließlich an, wo Kanalisation vorjanden
ist und die Ablaufröhren angeschlossen werden.
dort wo kanalisiert ist und verzinkte Röhren Verwendung
inden, ist die Haltbarkeit eine wesentlich kürzere. Das Blech
wird hier durch die Kanalgase rasch zerstört, was bei Zink
acht der Fall ist. Bei Anbringen der Röhren vermeide man