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Abb. 3 VOGELBRUNNEN UND PLANSCHBECKEN, LAGEPLAN
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Vogelbrunnen und Planschbecken £. Wegner-Höring; Gartenarchitekt
Der Brunnen ist gleichzeitig Vogelbad und Planschbecken.,
Durch eine kleine Säule, die aus gelben, wenig behauenen
Natursteinen besteht, wird das Vogelbad gefüllt. Das Wasser
wird dort aufgestaut und läuft dann über das eigentliche
Becken. Bei einem Vogelbad ist darauf zu achten, daß für
ganz flaches Wasser gesorgt wird, welches sich schnell erwärmt
und worin die gefiederten Gäste bequem siten und
baden können. Auch für die Deckplatten rund um das Becken
herum wurden gelbe Natursteinplatten verwendet. Die Konstruktion
des Beckens ist denkbar einfach. Die Wände und
die Sohle sind in einer Stärke von 25 cm (Mischungsverhältnis
1: 6) betoniert und mit einer Rundeiseneinlage (7 mm
Durchmesser), 25 cm im Quadrat verlegt, armiert. Der Glattstrich
von 3 cm Stärke (mit Ceresit, einem Wasserdichtungsmittel,
durchsetzt) schließt den Beton ab. Sämtliche Ecken und
Kanten wurden sauber ausgerundet.
m Herbst regelmäßig entleert. Aus übergroßer Vorsicht ließ
ler Bauherr in das Becken einen Holzrost einbauen, so daß
Jer Wasserstand, der sonst 35 cm betragen würde, auf 15 cm
eduziert wurde. Die Entleerung und der Überlauf führen zu
ier Sickergrube, die hier aus Sparsamkeitsgründen auf die
:infachste Weise erstellt wurde. Zwei Holzfässer ohne Deckel
ind ohne Boden wurden aufeinandergestülpt in die Erde,
wa 5 Meter vom Brunnen entfernt, versenkt und mit ausjesiebter
Schlacke, fest gepackt, aber doch viele Hohlräume
»ildend, gefüllt. Auch außen um die Tonnen herum wurden
;chlacken in einer Stärke von 30 cm geschichtet. Gegen Verschlammung
von oben ist eine Abdeckung mit Dachpappe
‚otwendig. Diese Art von Sickergrube ist nicht unbeschränkt
altbar, aber bei pfleglicher Behandlung bewährt sie sich für
ange Zeit gut. Voraussebung dabei ist, daß sie gut „zieht”,
der Untergrund, in dem sie sich befindet, muß durchlässig
‚ein. Beim Wechseln des Wassers wird der größte Teil zum
Sieken verwendet, es geht also nicht nutlos verloren; daıer
ist der Wasserverbrauch nicht erheblich. - Die Kosten für
den Brunnen belaufen sich auf etwa 215 RM.; dabei sind
‚ämtliche Nebenarbeiten mit eingeschlossen.
Deutsche oder ausländische Kiefer -
Das Becken ist so konstruiert, daß auch im Winter das Wasser
darin verbleiben kann. Da es aber jett ausschließlich als
Planschbecken benutt wird, Wasserpflanzen und Fische kommen
erst später hinein, wenn das Kind größer ist, wird es
Vielfach wird dem ausländischen Holz eine bessere Qualität
zugeschrieben; diese Meinung hat zu einer weitgehenden
Verwendung ausländischer Werk- und Bauhölzer und damit
zu einer schweren Schädigung der deutschen Forst- und Holzwirtschaft
wie der gesamten nationalen Volkswirtschaft geführt.
Darum kommt der Untersuchung der Frage, ob die Qualität
der ausländischen Hölzer diese Bevorzugung rechtfertigt,
oder ob hier die sattsam bekannte, krankhafte Überschätßung
ausländischer Erzeugnisse mitschuldig an dieser Bevorzugung
‘st, weittragendste Bedeutung zu. Ing. Dr. Hempel am Baustoff-'aboratorium
der techn. Hochschule Braunschweig kommt
ın den Untersuchungen über das nordische und hochnordische
Kiefernholz, das häufig dem deutschen vorgezogen
wird, zu folgenden hauptsächlichsten Ergebnissen:
Die deutsche Kiefer weist bei dem Spätholzanteil,
dem Raumgewicht und der Druckfestigkeithöhere
Werte als die nordische bezw. hochnordische
Kiefer auf. Diese Erscheinung kann nur durch
das hohe Alter der nordischen und das verhältnismäßig niedrige
Alter der deutschen Kiefer erklärt werden. Tatsächlich
ıat das Holz bis zu einem Alter von etwa 100 Jahren, sowohl
7ei der nordischen wie bei der deutschen Kiefer ungefähr die
yleiche Festigkeit. Da bei deutschem Holz auch der Splint
nnerhalb dieses Zeitraums liegt, so weist auch dieser ähnliche
Druckfestigkeitswerte auf, Deutsche Kiefer enthält somit, da
‚je zumeist im Alter von 100— 120 Jahren die gewünschten
;tammdurchmesser hat und geschlagen wird, größtenteils
öchstwertiges Holz. Anders liegen die Verhältnisse bei den
vochnordischen Kiefern. Infolge des langsamen Wachstums
les nordischen Holzes haben sie in diesem Alter noch einen
;o geringen Stammdurchmesser, daß sie gar nicht abgesett
verden könnten. Um also konkurrenz- und absakfähig zu
‚ein, muß nord. Holz unbedingt hohes Alter besitzen. Da das
n hohem Alter erzeugte minderwertige Holz auf den ganzen
Stamm schlecht einwirkt — ein Nachteil, der durch die zu-1ehmende
Verkernung nicht aufgehoben wird — ist hochnordisches
Holz, insbesondere hinsichtlich der Druckfestigkeit
mmer agerinawertiger als deutsches Holz.