Volltext : Für Bauplatz und Werkstatt / Monats-Zeitschrift der Staatlichen Beratungsstelle für das Baugewerbe (Jg. 1935, Bd. 30, Heft 1/12)

Abb. 38. DREHIDOREN-DETAIL zu Abb. 3é und 37

Anweisunꝗen, wobei die anꝗgeführfen grofzen Buchsftaben im folgenden
zich auf Abb. 35 beziehen. Um die Jüren Abb. 33 und 34 anzubrinqen,
ist es zunächst erforderlich, dah zu beiden Seiften der Offnung und
oben ein Holzfutter C von ca. 15-18 cm Breife und 203 cM Starke
angebracht wird. Es wirkt jodoch besser, wenn das fFuffer in der Breife
Jer Turfalten der ꝗgeöffnefen Tür gehalfen wird. Das Holzfufter ist je-Joch
 nicht unbedinꝗt nõotiꝗq. Soll das fufsfer nicht angeschlagen werden,
cann man in die Mauer Holzdũbel einlassen, an denen dann die Tũüre
durch die Ansschlageisen verschraubt wird. Die DOffnung mut aber in
edem fFall unbedinꝗt rechtwinklig sein, d. h. fuhboden und Decke
mũssen in der Waꝗe liegen und die seiflichen fuiter lotrecht dazu
sfehen. Die Türe ist so einzusetzen, dah sie gensu in der Mitte der
Türöffnung V läufft. Zu diesem TZweck schneidet man in den futzboden
eine 1 cm breite und mindestfens 21 cm fiefe Nute H und zwar so, dah
der Zwischenraum z2wisschen den beiden Messinqsschienen, die aufqeschraubt
 oder bündiꝗq in den Fuhboden einꝗgelassen werden können,
nindestens 6 mM beträꝗf. Darnach wird die Holzkammleiste D an das
ↄbere fFuffer C qeschraubi. Sind diese Vorarbeifen erlediqꝗt, setjt man
die Türflüũgel A oder bei qröheren Türen die einzelnen Tuũrtfeile der
lũgel im zuSsammenqeschobenen Zustand hinein und zwor zunãchst
inter den führunqsstiff f in die Nute H und dann oben die führunꝗseisfte
 D in den dafür vorgesehenen Schlitt. Die Türteile werden hierbei
chräàꝗq ꝗgehalten. Wenn die Türflugel einꝗgeführt sind, werden Sie an
Jen beiden seitlichen fuifern miffels der angebrachten Quereisen durch
chrauben befesfiꝗt. Die einzelnen Teile eines flüũogels werden mit den
an der Tũüre befindlichen Dübel zusammenqgeduübelt und durch kleine
tisen- oder Messinꝗplättchen zusammenqgehalfen, bei der Ausführunꝗ
nit beiderseitiq Sperrholz durch die überstehenden Stoffsireifen. Soll
n dem vorhandenen fusijboden eine Nufe zur Aufnahme der Fũührunqstifte
 nicht angebracht werden, kann auf Wunsch eine kichenholzchwelle
 mif einꝗqelassenen Messinꝗführunꝗsschienen hergestellt wer-Jen.
 Die Schwelle kann fest verleꝗgt oder aber auch zum Forinehmen
ainꝗgerichfet werden. für Sfein- oder Betonfutzboden kann auher der
ichenholzschwelle auch eine verzinkte U-Schiene mit aufꝗgeniefefen
Messinꝗschienen gesieferf werden, die in den futjzboden einꝗelassen
verden muh. für Parkesfboden ist dieses U-Eisen ohne Anker zu empehlen,
 sofern eine andere führunꝗ nicht Verwendunꝗ finden soll.
dieses U-Eisen, das mit Messinꝗqschienen auf dem Parkeif lieqen wũrde,
valt die cleinen durch den Nutenausschnift enfsfandenen Winkel, die
onst keinen Halt haben wũrden.
Drehturen
Drehtüren haben gegenüber üblichen Windftanꝗ-Anlagen den Vorfeil,
dat; jede Zuꝗerscheinunꝗ vermieden wird und datß es ein Schlagen
der Tũuren nicht ꝗqibt. lhe Verwendunꝗq kommt in allen föllen in fraqe,
vo mit einem grõfjeren Verkehr zu rechnen ist, also beispielsweise bei
Aosels, Cafés, Banken, Postäàmtern, Warenhäâusern usw.
Die gebrauchlichste Ausführunꝗg ist die vierflügeliqge Drehfüre mit einem
aufzeren Trommeldurchmesser von ca. 190 bis 230 cm und einer lichten
Hõônhe von ca. 200 cm, einer ganzen Bauhöae von co. 230 cm. Die fesisfehenden
 geboꝗgenen Ttrommelwände mũssen so bemessen werden,
Jaf; in joder Laqe mindesftens 2 qegenũberlieqende flüdqel die Tromnel
 noch beruühren. Sämfliche Kanten der Türen sind mit Rofthaerursfondichhtungen
 versehen. Die 4 Flüũgel mũssen mitf einem soꝗevannfen
 Panikverschlutz versehen sein, welcher durch 2z einfache Hand-Iriffe
 ein Zusammenklappen der 4 sürflügel ermöglicht. Ein leichter
HJanddruck ꝗeꝗgen die 4 zu60mmenqeleqfen Tũrflũgel qenũꝗt, um sie
Jurch eine Laufkatze an die Trommelwand zu schieben. So bekommt
nan die ganze Türöffnung zum ungestörfen Durchganq wehrend der
eifʒen Jahres zeit frei.
Venn der oben angeführte Mindestdurchmesser von 190 cm nicht zur
verfüqunqꝗ sfehft, kommen dreiflũqeliqe Drehtüren (Durchmesser mind.
65 cm) in fFragqge.
Bei Gebsuden mit sehr grotzem Verkehr werden Drehfüren mit elektrischem
 Antfrieb verwendeft, welche miffels Druckknopfsteuerunꝗ auf
Dauerbefrieb einꝗestelsi werden können. Wie aus Abb. 36- 38 ersichiliich,
 besitzon diese Turen lediꝗlich 2 Flügel, ferner 2 feste Irommelvalffen,
 sovwie 2 beweꝗliche Irommeln: letʒtere sind so konstruiert, dahʒ,
alls durch Unorsichtigkeit ein Gegensfand zwischen die feste und
deweqliche TIrommel geklemmt wird, durch einen Kontakt der Strom
inferbrochen wird und die Türe sosort sgillsteht.

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