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FORBAUVPL
UVND VEBSI.
MONMAIS-ZEITSONMEIFFT DEBSTATIICHMEN
Jahrlicher Bezuꝗspreis RM. 3. 40
Stustꝗari, lanuar 1935, 30. Jahrq, Nr.
Das Handwerksschaffen im Dienst des deutschen Volkstums
Man wird das Handwerk nach seiner Leisfunꝗsfähiqkeif, nach
der Gufe seiner Erzeuꝗnisse einschötzen, wenn mon vom
hohen oder weniꝗger hohen Sfande des Handwerkes in einem
Volke spricht. Das Handwerk selbst beansprucht unfer sich
denselben Mafʒsfab. Es werfet aber dazu die Arbeifs- und
verdiensimõqlichkeit, die es zu einer besfimmfen Zeit innervalb
eines Volksverbandes haf. Dies sind zusammen durchaus
ꝗgesunde Anspruüche, die Sowohl der Handwerker wie
auch die führunꝗg eines Volksverbendes berücksichtigen
nüssen. lm dauernden und nach den Gesamiverhältnissen
abꝗqewoqenen Ausdleich der Forderunqgen, die der eine wie
der andere sfellen muhß, liegt die Vorbedinqunq, dasß sich
das Handwerk ũberhaupf lebensfähiꝗ erhàlt. Das qab und
dibt Kampife, deren Tatsache selbst an sich nur förderlich sein
cann, deren Gefahr aber darin laꝗ, dat das Handwerk im
ainzelnen und in den Verbâanden zu sehr auf eine händleische
und damit liberalisfische Kampfebene abqlitt. Statt der
fixierunꝗg des jeweiligen „gerechsen Preises“ bei Gewähr
fũr ꝗediegene Handwerksarbeit qingen die Kampfe um das
siberalisfische ldeal des Geldꝗqewinnes an sich. Dann ꝗlaube
man, dat sich Handwerksverbände ꝗgegen stastliche und
ndustfrielle Verbânde, ꝗgegen Arbeiferorqanisafionen usw.
u sfellen häften, um forderungen und Sicherungen durchzudrũûcken,
die vorũubergehend Gewinn brinꝗgen mochten,
dis aber im Ganzen gesehen stfeis nur neue forderungen
auslösen muhjten. Denn es bestfeht keine Möqlichkeit, dat
rgend eine einseifige Sfandesforderunꝗq Erfolꝗ verbürqgen
cann, wenn sie sich nicht vollsftändiꝗq mit den Lebensinferessen
des gesamtien Volksverbandes deckt. Diese Epoche ist
ür Deufschland durch die nafionalsozialisfische Fführung aufgehoben.
Es geht von nun ab auch für das Handwerk um
die sichere Einqliederung in das gesamivölkissche Leben.
Und das Handwerk wird immer mehr erkennen lernen, dah
damit seine wirklich gesunden Lebensbedinqunqgen gesichert
zein werden.
Damit ist die Einꝗqliederunꝗq des Handwerkes in das Volksum
im allqemeinen umrissen, wobei kein kinsichfiger die
velen dennoch offenen Probleme verkennen wird. Sie werden
sich lösen lassen, weil gesunder Blic, qufter Wille und
ↄaine fũhrunqꝗ, die durchsetʒt, was sie als richtiq erkennt, am
Nerke sind. Das Handwerk ist aber autjer den hier skizzieren
Gesichtspunkten ein Lebenswert, dessen völkische Beseufunꝗ
grundlegend ist. Menn man von allen Nũutʒlichkeifen
ler handwerklichen Erzeuꝗqnisse absehen würde, wenn also
. B. eine maschinelle Produkfion alles liefern wuürde, was der
Mensch neben den aqgrarisschen Erzeuꝗqnissen braucht, so
vũrde ein Volk ohne handwerkliches Schaffen einfach zudgrunde
gehen mũssen, selbsf wenn es scheinbar lebfte. Und
Jiese Blickrichiunꝗ soll im Folgenden eingenommen werden,
im den Wert des handwerklichen Schaffens für das Volksum
darzufun.
n unseren miifeleuropaischen Gebieten reicht das selbsfan-Jiꝗqe
Handwerk efwa fausend Jahre zurũck, d. h. die Herausliederunꝗ
des Berufshandwerkers aus den fruheren Bauern-/erhaltnissen,
wo man in der bauerlichen familie und Sippe
ioch selbst verfertiꝗqte, was en Geraten, Kleidunqꝗ, Schuhen,
ISW. anfiel, fallt ehwa mif den Anfäanqen dieser Siedlunqen
usammen, die hernech zur Bildunꝗ städftischer Gemeinvesen
fuührten. Eine Art Vorschule dieses berufsständischen
infanꝗges darf in der klösterlichen Arbeitsteilung gesehen
verden, die für den handwerklichen Bedarf geeiqnefe Mönhe
und Laienbrüder bestimmsfe. So haffen die KClösfer schon
nõnchissche und Laienbauleufe, bevor es die hernach führend
jewordenen Zũnffe der Steinmetje und Bauleufe gab. Anlererseits
erhielt sich das landliche Hauschandwerk als Winerarbeit
( Vaqnerei, Korbflechten, Meben, Ziegel- und Schin-Jelmacherei
usw.), ferner die Sitte des herumziehenden Sförrandwerkers
(vor allem Bavern und Osterreich) bis in unsere
saqe.
der ꝗrofe Zuꝗq der Handwerksenfwicklunqꝗ fällt aber mit der
m frühen Miffelalier einsetzenden Sfädteentwicklunꝗ zusamnen.
Das ist nicht so zu behaupten, als ob das eine, die Stäãdtedildunq,
die UrSsache des andern, des Handwerkwesens sei,
ↄder umqgekehrf. Die Sfäadte gaben den Rahmen, in welchem
ich Handwerk bilden konnfe. Die Handwerker und ihre Zünffe
vurden neben den Kaufleuten, neben einer kleinen Oberchicht
von Adel, Geistlichkeit und Gelehrfen die fragende
ubsfanz des sfädtischhen Gemeinwesens. Und an dieser
verlsag und Versand: Stastliche Beratunosstfelle füur das Baugewerbe beim Wurif. Landesgewerbeamt, Stuttgart, kKanzleisir. 281. veranbworich
iur deén lnhalt: Baurat Schleicher, Vorsfannd der Wurttemb. Berafunꝗssfellse für das Baugewerbe.- Herstelliunqg: Druckerei Osfo Kösler, Stustgart
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