Volltext : Bauplatz und Werkstatt / Monats-Zeitschrift der Staatlichen Beratungsstelle für das Baugewerbe (Jg. 1936, Bd. 31. Heft 1/2)

Abb. 9. LAGERFÄULE (Lencites abietina), befallene Dielen,
von lagerfaulem Balken ausgehend. Ausbreitung des Fasermycels

Abb. 8. LAGERFÄULE (Lencites abietina), Fruchtkörper, Abschnitt
 einer befallenen Geländerstange

arten, so die auch im Walde vorkommende Art
Merulius silvester; ferner die viel seltener auftretenden
 minor und sclerotiorum, die sich durch etwas
geringere Zerstörungskraft auszeichnen und daher
im allgemeinen leichter zu beseitigen sind.
Alle anderen (etwa 30) häufiger oder nur gelegentlich
'n Häusern zu beobachtenden Pilzarten sind ungleich
 viel leichter zu bekämpfen, wenn sie auch mitınter
 ebenfalls umfangreiche Holzverwüstungen anichten
 können. Ihnen allen gemeinsam ist das viel
größere Feuchtigkeitsbedürfnis. Während nämlich
der echte Hausschwamm infolge seiner bedeutenden
Widerstandsfähigkeit gegen Austrocknung längere
Zeit am Leben bleibt, können sie in trockenem Holz
überhaupt nicht weiterwachsen und sterben darin
auch bald ab. In ihrem Entwicklungsgang haben all
diese Arten eine gewisse Ähnlichkeit mit dem
Hausschwamm. Mit verschwindenden Ausnahmen
finden sie sich auch im Freien auf Hölzern vor, und
so werden ihre Keime meist schon mit dem Bauholz
bei Neubauten oder Reparaturen eingebracht. Auskeimen
 und Weiterentwicklung finden dann erst
bei Eintritt günstiger Bedingungen statt, vorausgesett,
 daß nicht inzwischen die Keimfähigkeit der
Sporen durch zu langes Liegen erloschen ist.
Vor allen anderen ist der sogenannte „Keller
schwamm” Coniophora cerebella, anzuführen,
da er es ist, der das „Angehen“ des Holzes bewirkt
und die sogenannte Trockenfäule hervorruft. Die
Fruchtkörper dieser Pilzart bekommt man seltener
71 Clesicht. dafür häufiger ihre Stranabildungen, die
            
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