3ei Anstrichen auf neuen Put ist hauptsächlich zu unterscheiden zwischen Gipspubß,
Kalkpug. Betonflächen ohne Verpugß dienen selten als Anstrichgrund. Wenn auf
strichen werden soll, so gilt dasselbe wie bei Zementput.
Zementput, und
Betonflächen ge-Fehler
im Gipspuß wie z.B. zu hoher und wiederholter Zusag von Wasser, um die rasche Erhärtung
zu verhindern, haben fleckiges Auftrocknen des Anstriches zur Folge. Auch lassen sich trot starker
Grundierung Ansäge, ja u.U. sogar Abblätterung des Anstriches nicht vermeiden.
Ein häufig vorkommender Fehler ist, daß Gipsput auf noch nasse Betondecken und Wände aufgetragen
wird. Der Gipsput erhärtert zwar anfänglich, erweicht aber wieder, weil er „ersäuft“. Auf solchen
Pugflächen kann kein einwandfreier Anstrich erfolgen. Der Maler greift zu Isoliermitteln, die die
Feuchtigkeit zurückhalten sollen. Dadurch trocknet der Anstrich zwar einigermaßen klar auf, aber nach
Wochen zeigt er Mängel. Leimfarbenanstriche fallen ab, und es entstehen graue Flächen. In solchen Fällen
kann erst nach Jahren, wenn der Neubau vollständig ausgetrocknet ist, ein einwandfreier Anstrich erzielt
werden, nachdem eine gründliche Säuberung der Fläche vorgenommen wurde, Dieselben Mängel
zeigen sich bei Anstrichen auf feuchtem Deckenpus.
Fehler in der Gipszubereitung oder Verarbeitung können nur teilweise vom Maler mit Erfolg vor dem
Anstrich beseitigt werden. Es bedarf hierzu aber besonderer Mittel, die die Oberfläche festigen und
dichten. Fehler, die den Putzusammenhang gefährden, sind nur vom Gipser zu, beseitigen. Ist ein
Sipspus z.B. aus Sand und Gips derart mürbe, daß man ihn zwischen den Fingern zerreiben kann, dann
ist ein guter und dauerhafter Anstrich überhaupt nicht möglich,
Schmuß, Staub, Ruß, Säuren, Dämpfe usw., die sich auf alte Putflächen absegen, auch alte mürbe Anstriche,
sind durch Abkehren und Abbürsten, durch Abwaschen mit reinem Wasser oder mit Zusägen
von Soda, Salmiakgeist, Wasserglas etc. zu beseitigen. Erst nach vollständiger Trocknung der Reiniyunqsarbeiten
kann der neue Anstrich erfolgen.
Richtig
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Abb. 411. Richtiges Einagraten des Wetterschenkels