Die einwandfreie Beschaffenheit des Steinmaterials
als Voraussegung für die Güte des Putes wurde
»ereits betont. Auf die verschiedenen Pubarten,
Zalkpuß, Terranova usw., die je nach Örtlichem
3rauch, handwerklichen Erfahrungen und verfügjarem
Baustoff verschieden sind, braucht hier nicht
näher eingegangen zu werden. Zu erwähnen ist
edoch der Schlämmput, dessen Eigenart darin besteht,
daß die Struktur des Ziegelrohbaues sichtbar
bleibt und dieser doch eine schügende Außenhaut
srhält. Eine zu schlämmende Mauer wird vollfugig
yemauert und die Fugen mit der Kelle verstrichen.
Die Schlämme wird mit dem breiten Handpinsel aufgestrichen.
Um eine gute Deckung zu erreichen, ist
meist ein zweimaliger Anstrich erforderlich, wobei
der zweite erst nach dem Abbinden des ersteren
zu erfolgen hat.
Mischungsverhältnis für Mauerschlämme nach
Prof. Dr. Schmitthenner:
Abb. 344, Beispiel einer geschlämmten Mauer. (Photo Fels, Stuttgart)
75 Liter feiner, scharfer Sand
25 Liter Schwarz- oder Weißkalk
12 Liter Dichtungsmittel
38 Liter Wasser.
Dieser Mischung füge man noch 1 Liter Leinöl bei.
Je nach Verwendung von Schwarz- oder Weißkalk
ist eine hellere oder dunklere Farbe zu erzielen.
Behandlung von Mauervorsprüngen und
Mauerabdeckunagen.
Besser
<hh 2AR
Verputgte Brüstungen im Freien, verputte Gartenmauern
usw. sind unbedingt zweckentsprechend
abzudecken, selbst wenn sie mit Zement verputft
sind. Bei diesen Abdeckungen, sowie bei Gesimsen
und Fensterbänken ist eine richtig konstruierte
Wassernase nötig, damitdas Wasser abtropfen kann.
Blechabdeckungen sind nach den Bedingungen des
Vierjahresplans heute nicht mehr zu verantworten.
Wo eine Blechabdeckung nicht vermieden werden
kann oder als Ergänzung einer schon bestehenden
ausgeführt werden muß, ist die Dreikanttropfnase
dem runden Wulst, der meist nicht genügend Abstand
von der Mauer hat vorzuziehen.