Volltext : Practische Anleitung zur Anwendung der Cemente zu baulichen, gewerblichen, landwirtschaftlichen und Kunst-Gegenständen

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Juction ein ausgedehntes Feld der Verwendung eröffnete.
Auch zeigte es sich in der Erfahrung der Stettiner Fabrik,
dafs erst das Product in gröfseren Massen und in zuverlässiger,
 gleichmäfsiger Qualität jederzeit dem Publicum zu Gebote
 stehen mul, um in unerwartetem Maalse und in progressivem
 Fortschreiten eine Fülle der verschiedenartigsten
Cement- Verwendungen hervorzurufen, Da nun gegenwärtig
schon die Einfuhr englischer Cemente auf dem Rheine, trotz
der noch unverhältnifsmäfsig hohen Preise von 51—6 Thlr.
pro Tonne, von 400 Pfd. Netto, eine sehr bedeutende ist, so
Jurfte bei der Möglichkeit einer erheblichen Preis- Ermäfsizung
 für eine hierselbst zu begründende Cement - Fabrik
zuversichtlich ein gesichertes Feld des Absatzes angenommen
werden. Zu einem erheblich billigen Verkaufe ermächtigt
aber, gleichwie bei der Stettiner Fabrik, so auch hier, die
wohlfeilere Fabrikation, die, ganz abgesehen von dem circa
20 Proc. des Verkaufspreises betragenden Vorsprungs im Transportiren
 des fertigen Products, schon an und für sich bei
den. hiesigen ungleich billigeren Arbeitslöhnen concurrenzfähig
zegen.‘die Englischen aufzutreten im Stande ist.
Bei so günstigen Verhältnissen ist denn die Portland-Jement-Fabrik
 bei Bonn vortrefflich am Rhein belegen, geyzründet
 und so eingerichtet, dafs sie auch für die Zukunft
allen Anforderungen in Bezug auf Production genügen kann.

in der Absicht des Bonner Bergwerks- und Hütten- Vereins
jegt es ferner, bei successivem Fortschreiten der Cement-Verwendung,
 der Cement-Fabrikation jede zu ermöglichende Auslehnung
 zu geben, und zu diesem Ende hat der Herr Dr.
3leibtreu dem Vereine das ausschliefsliche Recht zur Aus-»eutung
 seiner Erfahrungen in der Cement-Fabrikation nicht
ıur für den Westen Deutschlands, sondern auch für Holland,
Zelgien und Frankreich übertragen,
Seit dem Bestehen der Portland-Cement-Fabrik bei Bonn
ıat sich dieselbe, bei der Vorzüglichkeit des Materials, in glei-;her
 Güte wie das der Stettiner Fabrik, und trotz der anänglichen
 Schwierigkeiten und Hindernisse, in Besiegung
zon Vorurtheilen, eines mit jedem Jahre zunehmenden, ausv‚ebreiteten
 Absatzes zu erfreuen.
Die genannten beiden Portland - Cement - Fabriken hat der
Verfasser im Jahre 1860 besucht; sie sind auf eine grofsarige
 Production fundirt, mit den besten mechanischen Hülfsnitteln
 ausgerüstet und in ihrem Betriebe wohl geordnet.
Bei der anerkannten Güte des Fabrikats, der Reellität im
Vertriebe "desselben, und dem steten regen Bestreben, das
nöglichst Beste jederzeit zu leisten, wird es den beiden Cenent-
 Fabriken, unter der so tüchtigen und umsichtigen admiaistrativen
 und: technischen Leitung, an lohnendem Gedeihen
für die Zukunft nicht fehlen.

iedruckt bei A. W, SCHADE in BERLIN, Grünstrafse 18.
            
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